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50 Jahre im Wandel: Pathologische Diagnostik als Ausgangspunkt für zielführende Therapie

STEYR. Das Jahr 2016 steht im LKH Steyr für zahlreiche Jubiläen. Das Spital blickt heuer nicht nur auf sein 100-jähriges Bestehen zurück, auch einige medizinische Abteilungen und Institute begehen in diesem ...

Jahr runde Geburtstage. Die steigende Behandlungszahl und die Notwendigkeit zu genaueren Untersuchungen machten beispielsweise im Jahr 1966 die Schaffung eines Pathologie-Institutes notwendig. In den vergangenen 50 Jahren hat sich das Leistungsspektrum dieser medizinischen Fachrichtung massiv weiterentwickelt. Heute nimmt die Pathologie im LKH Steyr eine maßgebliche Rolle als „Wegweiser“ bei Diagnose und Therapie ein.

Das medizinische Teilgebiet der Pathologie beschäftigt sich mit krankhaften und abnormen Vorgängen sowie deren Ursachen im Körper. Mit Hilfe mikroskopischer Untersuchungen werden genauere Diagnosen im Bereich der Zellen (Zytologie) und des Gewebes (Histologie) möglich. Auch die Diagnostik von Infektionskrankheiten sowie Erstellung von Therapiemöglichkeiten fällt in den Bereich des Fachgebietes. „Lange Zeit wurden mit dem Tätigkeitsfeld der Pathologie hauptsächlich Obduktionen in Verbindung gebracht“, weiß Prim. Dr. Almute Loidl, die seit 1983 im Institut beschäftigt ist und im Jahr 2010 dessen Leitung übernahm, „heute ist es ein Arbeitsfeld mit modernsten Untersuchungsmethoden in den Teilbereichen der Histo- und Zytopathologie sowie der Infektionsdiagnostik, inklusive molekularpathologischer Analysen.“

Das 35-köpfige Team bewältigt jährlich rund 50.000 histologische Untersuchungen und führt etwa 40.000 gynäkologische Zytologien durch. Auch am interdisziplinären Tumorzentrum sowie am Brustzentrum des LKH Steyr ist die Pathologie maßgeblich beteiligt. Molekularpathologische Tumordiagnostik für Dickdarm-, Mamma-, und Lungenkarzinome bzw. Melanome machen heute einen zentralen Bestandteil in der Therapieplanung aus.

Kontinuierlicher Wandel
Unter der damaligen Leitung von Prim. Univ. Prof Dr. Richard Neuhold entwickelte sich das Institut schon in seinen Anfangsjahren rasch zu einem wichtigen Teil des Spitals. Die stetige Weiterentwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse führte zu immer neueren modernen Untersuchungsmethoden. Die Anzahl der Obduktionen nahm dabei kontinuierlich ab, blieb jedoch bis heute ein wichtiger Bestandteil der Qualitätssicherung in der Klinik. „Auch heute ist der medizinische Teilbereich des Faches Pathologie einem kontinuierlichen Wandel und einer Orientierung an aktuellen wissenschaftlichen Entwicklungen unterworfen“, so Prim. Loidl, „bestehende Methoden werden zum Teil von immer neueren sensitiveren Untersuchungsmethoden abgelöst. So nimmt etwa die Infektionsserologie an Bedeutung ab und wird immer mehr durch molekularpathologische Methoden ersetzt.“

Extramuraler Versorgungsauftrag
In den vergangenen Jahrzehnten übernahm das Institut für Pathologie am LKH Steyr auch die Untersuchung von Einsendematerial sowie Schnellschnitte und Obduktionen vor Ort in den Landes-Krankenhäusern Freistadt und Kirchdorf. Seit diesem Jahr wird zudem das LKH Rohrbach voll pathologisch mitbetreut. Auch niedergelassene Ärzt/-innen wenden sich mit gynäkologischen Zytologien, HPV- Typisierungen, Biopsien aus Gastroenterologie, Gynäkologie und Urologie sowie mit histologischen Präparaten der Haut, kieferchirurgischen Eingriffen und Materialien für die Infektionsdiagnostik an das Institut.

 

Prim. Dr. Almute Loidl leitet seit 2010 das 35-köpfige Pathologie-Team am LKH Steyr:

 

 

Früher lag der Schwerpunkt eines Pathologieinstitutes bei den Obduktionen. Heute beinhaltet das Arbeitsfeld ein breites Spektrum mit modernsten Untersuchungsmethoden, wie beispielsweise der Bakteriologie:

 

Die Pathologie am LKH Steyr fertigt viele histologische Schnittpräparate – auch für andere Kliniken und Gesundheitspartner – an:

 

Immer neuere sensitivere Untersuchungsmethoden werden entwickelt und lösen zum Teil bestehende Methoden ab:

 

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