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„Under Pressure“: Wenn zu viel Stress unser Gedächtnis beeinträchtigt

STEYR. Der Schulschluss naht in großen Schritten und der wohlverdiente Jahresurlaub steht bevor. Vieles sollte noch rechtzeitig vor der Urlaubszeit erledigt werden und lässt ordentlich Stress aufkommen. Nicht selten vergessen wir ...

bei all dem Trubel auf das Ein oder Andere und entschuldigen uns gerne mit dem Ausspruch „Alzheimer lässt grüßen“. Mit der neurodegenerativen Erkrankung hat dieses Phänomen freilich nichts zu tun – stattdessen handelt es sich um einen wichtigen „Selbstschutz-Mechanismus“ des Gehirns.

Wo ist nur wieder der Schlüssel? Wo habe ich denn das Handy? – Solche und ähnliche Fragen stellen sich viele von uns regelmäßig und sind besorgt um den Grad des eigenen Gedächtnisverlusts. „Meist handelt es sich hierbei jedoch um eine temporäre Vergesslichkeit. Eine Art ‚Schutzmechanismus des Gehirns’, wenn ein Mensch unter starkem Stress steht“, beruhigt Prim. Dr. Wolfgang Brandmayr, Leiter der Abteilung für Psychiatrie und psychotherapeutischer Medizin am Landes-Krankenhaus Steyr und weist darauf hin, dass dies nichts mit Alzheimer zu tun hat. Die Ursache ist vielmehr eine durch Stress hervorgerufene Konzentrationsschwäche – hierbei kann das Gehirn neue Inhalte nur schwer abspeichern und alte schlechter abrufen.

Gedächtnisprobleme durch Kortisolüberflutung
Im Rahmen dieser stressbedingten Vergesslichkeit spielen zwei Hormone eine wesentliche Rolle. Kortisol sorgt – neben dem Stresshormon Adrenalin – dafür, dass wir lernen uns an einzelne Belastungen zu gewöhnen (z.B. Prüfungsstress). Durch Dauerstress kann es allerdings zu einer Kortisolüberflutung kommen, die dann in weiterer Folge Gedächtnisprobleme hervorrufen kann. Ist der Gedanke erst einmal verloren, hilft auch ist krampfhaftes Nachdenken nichts: Meist kommt die Erinnerung von ganz alleine zurück – sobald man den Gedanken loslässt und sich anderweitig beschäftigt. „Dauerstress sollte aber grundsätzlich vermieden werden“, bekräftigt der Experte „Er kann zu Überbelastung führen und letztlich das Risiko für psychische Erkrankungen steigern.“

Erste Warnsignale: Schlafstörungen und Gereiztheit. Besonders Anzeichen von körperlichen Beschwerden – wie etwa Herzklopfen, Kopf- oder Magenschmerzen und Atemnot – sind auf jeden Fall ernst zu nehmen und sollten zum Anlass genommen werden um die Stressbelastung zu reduzieren.

„Sportliche Betätigung, Musik hören oder das Treffen von Freund/innen hilft, dem Stress aktiv entgegenzuwirken. Auch sich selbst nicht zu überfordern, Dinge abgeben zu können und am Zeitmanagement zu arbeiten, schafft Entlastung“, ergänzt der Experte abschließend.


Prim. Dr. Wolfgang Brandmayr, Leiter der Abteilung für Psychiatrie und psychotherapeutischer Medizin am Landes-Krankenhaus Steyr   Foto: (c) gespag

 

 

 

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