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Autonomie und Qualität in der letzten Phase des Lebens – Interdisziplinäre Fachtagung „Palliativ Care“ im LKH Steyr

STEYR. Palliativmedizin ist mehr als nur Sterbebegleitung. Sie ist ein Fachgebiet der Medizin, das sich ganzheitlich und intensiv mit Menschen befasst, die aus medizinischer Sicht keine Aussicht auf Heilung haben ...

Das höchste Ziel der Mitarbeiter/innen der Palliativstation im LKH Steyr ist es, die körperlichen und seelischen Bedürfnisse ihrer Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt zu stellen und ihnen ein höchstmögliches Maß an Autonomie zu gewährleisten. Eine Zielsetzung, deren Bedeutung in den vergangenen Jahren im Bewusstsein der Menschen gewachsen ist. Dies zeigte einmal mehr das rege Interesse von rund 350 teilnehmenden Expertinnen und Experten aus ganz OÖ und dem angrenzenden NÖ, die der Einladung des LKH Steyr zur 5. Interdisziplinären Fachtagung „Palliative Care“ am 7. Juni 2018 gefolgt sind.

Offenheit, Empathie und die Bereitschaft, neben der Symptombehandlung auch emotionalen Gefühlen Raum zu geben und wertschätzend auf individuelle Bedürfnisse einzugehen, in einer Zeit, in der nicht mehr geheilt, sondern „nur“ noch geholfen werden kann, stehen genauso im Vordergrund wie Rückhalt und Sicherheit durch medizinische Behandlung, Schmerztherapie und ganzheitliche Pflege.

„Es ist uns sehr wichtig, dass unsere Arbeit nicht als Sterbebegleitung wahrgenommen wird, wie dies in den Anfangszeiten zeitweise noch war“, sind sich OÄ Dr.in Luzia Schreiber-Winzig, Leiterin der Abteilung für Palliativmedizin und DGKPin Anna Hagen, Pflegeleitung der Palliativstation im LKH Steyr einig. „Hier hat sich Gott sei Dank in den letzten Jahren in Puncto Verständnis sehr viel getan.“

Die Palliativstationen haben sich in den letzten Jahren ins rechte Licht gerückt: Weg von der „Sterbestation“ und hin zu einem Ort, der dort Unterstützung gibt, wo eine Betreuung zuhause zeitweise oder gar nicht mehr möglich ist.

„Wir begleiten etwa die Hälfte unserer Patientinnen und Patienten aber auch gut betreut wieder nach Hause, in ihr gewohntes Bezugsfeld. Ganz besonders wichtig ist dabei die intensive Einbeziehung von Angehörigen“, so Schreiber-Winzig.

Frühzeitiger Kontakt
Auch für Mediziner/innen ist es häufig schwierig zu akzeptieren, dass eine Patientin oder ein Patient nicht mehr geheilt werden kann. Die Überleitung zur Weiterbetreuung in eine Palliativstation ist daher oft ein schwieriger Schritt. Ein frühzeitiger Kontakt mit den Patientinnen und Patienten oder deren Angehörigen ist für die Mitarbeiter/innen der Palliativstation jedoch elementar. „Je früher wir mit den Patientinnen und Patienten in Berührung kommen, umso leichter können wir eine vertrauensvolle Basis schaffen, die oft quälende Symptome lindern oder gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten organisatorische Fragen klären“, so die Steyrer Expertin.

Die Palliativstation im LKH Steyr bietet in dieser schwierigen Zeit sowohl den Betroffenen als auch deren Angehörigen umfassende Begleitung an, betreut das gesamte Familiensystem bei anfallenden Sorgen oder Fragen und scheut sich zudem nicht, auch einmal eine unkonventionelle Lösung – etwa bei einem zukünftig verwaisten Haustier – zu finden.

5. Fachtagung „Palliative Care“
Zu einem intensiven Fachaustausch zum Palliativ Care, lädt die Palliativ-Abteilung im LKH Steyr regelmäßig. So trafen sich am 7. Juni wiederum mehr als 350 Expertinnen und Experten bzw. österreichische Gesundheitsmitarbeiter/innen im LKH Steyr zum kritischen Austausch. Mit den hervorragenden nationalen und internationalen Referentinnen und Referenten wurden auch herausfordernde Fragestellungen wie beispielsweise „Ethische Entscheidungen am Lebensende“ oder die „Umsetzung einer aktiven Mitgestaltung des Lebensendes in Pflegeheimen“ nicht gescheut, sondern thematisiert und diskutiert. „Der massive Zuspruch für diese Tagung bestätigt uns, dass eine gut etablierte Palliativstation im Krankenhausalltag nicht mehr wegzudenken ist“, so Luzia Schreiber-Winzig.

Bild: Das höchste Ziel der Mitarbeiter/innen der Palliativstation im LKH Steyr ist es, die körperlichen und seelischen Bedürfnisse ihrer Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt zu stellen und ihnen ein höchstmögliches Maß an Autonomie zu gewährleisten. Fotos © gespag.

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