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Beamtenversicherung baut ein neues Reha-Zentrum für Burn-out-Patienten

BAD HALL. Im Dezember 2010 sorgte die Botschaft für Freude in der Kurstadt Bad Hall. Nach intensiven Verhandlungen mit der Beamtenversicherung (BVA – Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter) wurden ...

... vor mehr als zwei Jahren die Weichen für ein Burn-out-Behandlungszentrum gestellt. Das Vorhaben, aus dem ehemaligen Justus-Kurheim in Bad Hall ein Zentrum für Burn-out-Patienten zu machen, wird immer konkreter. Das derzeitige Altgebäude wird gänzlich „geschliffen“ (abgerissen). Erst kürzlich wurde mit den Abbrucharbeiten begonnen.


Seit 2001 stand das Gebäude des ehemaligen Justus-Kurheimes in der Linzer Straße leer, es fand sich kein Käufer für das angebotene Objekt. Jetzt baut die BVA ihr ehemaliges Kurheim selbst in ein modernes Reha-Zentrum um, wobei mit der Organisation Pro Mente zusammengearbeitet wird. Die notwendigen Bewilligungen für das neue Millionenprojekt liegen bereits vor, ebenso der Sanktus vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger als auch das Einvernehmen mit dem Land Oberösterreich. Laut dem Bad Haller Stadtoberhaupt, Bürgermeister Harald Schöndorfer, handelt es sich beim Architektenteam um dasselbe, das auch die neue Sonnenpark-Rehaklinik von Pro Mente in der Kurstadt gebaut hat. Laut den Plänen soll es künftig einen Therapie- und einen Bettentrakt geben. Das umfangreiche Projekt beinhaltet auch eine Tiefgarage und auch der angrenzende Baumbestand wird erhalten bleiben. Das künftige Therapiezentrum für psychisch ausgebrannte Personen soll künftig eine Kapazität von 100 Betten aufweisen und für die Kurstadt rund achtzig neue Arbeitsplätze bringen.

Es soll ein modernes Gesundheitszentrum für insgesamt 100 Patienten mit einer Bruttogeschoßfläche von rund 12.000 Quadratmeter entstehen. Der Therapie- und Beherbergungsbereich wird in den bestehenden Park mit großem Baumbestand eingebettet und liegt in einer traumhaften Umgebung. Eine moderne Architektur wird auch im Innenbereich für gediegene Atmosphäre und Wohlfühlambiente sorgen. Der Projektfahrplan sieht eine Fertigstellung des Reha-Zentrums für Ende 2014 vor. Die ersten Patienten werden schließlich im Frühjahr 2015 erwartet. Mit dieser Einrichtung will die BVA im Bereich Burn-out eine speziell auf die Berufsbilder des Öffentlichen Dienstes ausgerichtete Versorgung auf höchstem medizinischen Niveau sicherstellen.

Neues Zentrum für Burn-out-Patienten
Die BVA will bewusst der Entwicklung im Bereich der psychischen Erkrankungen, speziell dem Anstieg der sogenannten Burn-out-Fälle, Rechnung tragen. Konkret ist die Eröffnung einer speziellen Rehabilitationseinrichtung für diese Krankheitsbilder geplant. Zielrichtung ist, den Burn-out-Patienten ein umfassendes Therapieangebot während eines vierwöchigen Aufenthaltes anzubieten. Darüber hinaus sind Aufenthalte für psychiatrische Rehapatienten mit einer Aufenthaltsdauer von sechs Wochen vorgesehen. Der Schwerpunkt der Therapie wird im psychologischen Segment liegen, wobei sowohl Einzel- als auch Gruppentherapien angeboten werden. Ergänzend dazu sind Ergotherapie und Formen der Kreativtherapie im Angebot. Ein weiterer Schwerpunkt in der Behandlung liegt im Bereich der Sport- und Bewegungstherapie (Ballspiele, Nordic Walking etc.). Eine großzügig angelegte Parkanlage steht dafür zur Verfügung. Zur Abrundung des Angebots werden in Zusammenarbeit mit der Eurotherme auch Schwimmtherapien durchgeführt. Die Bedeutung der Einrichtung wird sowohl durch hochqualifiziertes ärztliches Personal als auch spezifisches Pflegepersonal unter Leitung einer wissenschaftlichen Kapazität aus dem Universitätsbereich erfolgen.

Fotos: geh
Seit einem Jahrzehnt steht das Kurheim Justus leer, jetzt sind die Abbrucharbeiten voll im Gang

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