20 .06. 2013 um 13:28 Uhr

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Kooperation zwischen Spitzentechnologie und Integration von Jugendlichen am Arbeitsmarkt

STEYR. Bereits seit zehn Jahren besteht eine vielseitige Zusammenarbeit zwischen der SKF Österreich AG und der BFI-Produktionsschule in Steyr. Die beispielhafte Kooperation, die Premiumtechnologie mit der Integration von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt verbindet, wurde nun für den „Trigos 2013“ eingereicht. Bei diesem Preis werden Unternehmen für ihre soziale Verantwortung gegenüber der Gesellschaft (Corporate Social Responsibility, CSR) ausgezeichnet ...

Die Firma SKF – weltweit führender Anbieter von Produkten, Systemlösungen und Serviceleistungen bei Wälzlagern, Dichtungen, Mechatronik und Schmiersystemen – unterstützt die BFI-Produktionsschule schon seit ihrer Gründung im Jahr 2002. Die Aktivitäten sind unglaublich vielfältig. Für die Skateboardproduktion, einen Schwerpunkt in der Produktionsschule, stellt SKF qualitativ hochwertige Wälzlager zu sehr günstigen Preisen zur Verfügung. 2008 wurde die Spindelpresse mit Hilfe des Hightech-Unternehmens umgebaut, die die Fertigung der Skateboards wesentlich erleichterte. „Wir konnten dadurch eine wesentliche Qualitätssteigerung der Boards erreichen“, sagt Anita Platzer, die Leiterin der BFI-Produktionsschule.

Im selben Jahr starteten SKF und das BFI die ersten Workshops für die Jugendlichen der Produktionsschule. Gemeinsam mit ihren Trainern und Betreuern wurden die Ursachen und Formen von Sucht, die Wirkung und Risiken von Alkohol sowie die Selbst- und Fremdgefährdung im Rausch thematisiert. Jeder Teilnehmer entwickelte eine persönliche Risikostrategie, um gefährliche Situationen zu minimieren.

„social Xchange“ nennt sich eine weitere Form der überaus konstruktiven Zusammenarbeit. Dieses Projekt wird seit Mai 2011 regelmäßig und mit großem Erfolg durchgeführt. Führungskräfte von SKF arbeiten gemeinsam mit Jugendlichen der Produktionsschule an deren aktuellen Aufträgen. Profiteure sind nicht nur die Produktionsschüler, denen buchstäblich unter die Arme gegriffen wird, sondern auch die SKF-Mitarbeiter, die ihre soziale Kompetenz stärken können.

„Die SKF Österreich AG bekennt sich klar zur ihrer sozialen Verantwortung im Wirtschaftsraum Steyr“, sagt Herr Franz Hammelmüller, Geschäftsführer bei SKF. „Wir wollen ein guter Partner in der Region sein.“ Und das ist SKF zweifellos. Für Anita Platzer, die Leiterin der BFI-Produktionsschule, ist die Zusammenarbeit mit SKF unbezahlbar. „Viele unserer Jugendlichen sind in ein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis am ersten Arbeitsmarkt eingetreten – und daran hat auch SKF einen großen Anteil.“ Die Kooperation hält Platzer jedenfalls für so gut, dass sie für den „Trigos“ (Kategorie: Beste Partnerschaft) eingereicht wurde. Bisher haben sich mehr als 1.200 österreichische Unternehmen beworben. „Ende April wissen wir, ob wir zu den Vorreitern auf dem Gebiet der CSR zählen“, sagt Platzer mit einer großen Portion Zuversicht.

Neue Perspektive für Jugendliche

In der BFI-Produktionsschule Steyr, die vom Land Oberösterreich gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice Oberösterreich finanziert und von der Stadt Steyr unterstützt wird, erhalten Jugendliche, die bisher am Arbeitsmarkt eher negative Erfahrungen gemacht haben, eine völlig neue Perspektive. Sie finden einen positiven Zugang zu Ausbildung und Arbeit. In den vier Bereichen Holz/Skateboardbau, Metall, Gastro/Catering sowie EDV/Büro werden die Schul- oder Lehrabbrecher auf das Berufsleben vorbereitet. Die jungen Menschen, die in der Regel zwischen 15 bis 25 Jahre alt sind und vom AMS Steyr zugewiesen werden, erhalten aber nicht nur viel Know-how, das sie später im Job anwenden können, sondern sie lernen auch, die Strukturen eines geregelten Arbeitslebens zu akzeptieren.

Bild: „social Xchange“ – Führungskräfte von SKF packen bei der Produktion von Hochbeeten mit an und treten so mit den Jugendlichen der BFI-Produktionsschule in direkten Kontakt.

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