STEYR. Was im Urlaub schmeckt, darf auch zu Hause öfter auf den Speiseplan, denn die traditionelle mediterrane Küche hat einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit und wirkt unter anderem lebensverlängernd. Was genau damit gemeint ist, ...

erklärt Diätologin Ursula Ebner vom Klinikum Steyr:

Die ursprüngliche mediterrane Ernährungsweise punktet durch eine ballaststoffreiche, regionale, saisonale Lebensmittelauswahl und kann im Vergleich zu einer typisch westlichen Diät das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen minimieren. 2013 wurde die ursprüngliche mediterrane Ernährungsweise sogar von der UNESCO in die repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Für Ursula Ebner, Diätologin im Klinikum Steyr, keine Überraschung: „Die traditionelle Ernährungsweise besticht durch ihre pflanzenbasierte Lebensmittelauswahl, aber auch durch die ‚Dolce Vita‘-Lebensweise. Auf den Tisch kommen täglich reichlich frisches Gemüse und Obst, Nüsse, Hülsenfrüchte sowie unverarbeitetes Getreide. Fleisch und Wurstwaren werden nur selten gegessen, dafür umso häufiger Fisch. Milch und Milchprodukte werden nur in Maßen verzehrt. Statt Butter wird Olivenöl verwendet. Das typische Gläschen Rotwein wird in der Regel nur in moderater Form zum Essen getrunken. Es ist die Kombination der Inhaltsstoffe, welche die mediterrane Kost so wertvoll macht. Vergleicht man jedoch die traditionelle Ernährungsweise der 1960er-Jahre mit der heutigen Mittelmeerkost, fällt auf, dass die westliche Ernährungsform in den Mittelmeerregionen immer mehr Anklang findet. Für die positiven Effekte der mediterranen Ernährungsweise gilt: ,Zurück zum Ursprung!‘“

Diverse Studien belegen, dass diese ursprüngliche mediterrane Ernährung die Arterien schützt und so Herzinfarkten und Schlaganfällen vorbeugt sowie u. a. das Risiko senkt, an Alzheimer, Diabetes und bestimmten Krebsarten zu erkranken.

Genuss und Geselligkeit als Zusatznutzen
Einen weiteren Aspekt, der für die Ernährungsgewohnheiten in den Mittelmeerländern spricht, führt Diätologin Ursula Ebner ins Treffen – und der hat nichts mit käuflichen Zutaten zu tun: „Die Esskultur ist eine andere. Es wird mehr selbst gekocht und frisch zubereitet, außerdem mit deutlich mehr Ruhe und Genuss gegessen.“

Essen im Mittelmeerraum ist ein freudiges, gemeinschaftliches Erlebnis – und dieser Effekt ist nicht zu unterschätzen. Dazu kann man die mediterrane Diät durch heimisches Obst, Gemüse und Vollkorngetreide ergänzen und aufwerten.

Unten: Ursula Ebner, BSc, Diätologin am Klinikum Steyr. Bildquelle: OÖG