STEYR. Die Caritas-Servicestelle für pflegende Angehörige in Steyr lädt am Donnerstag, 24. Oktober, 19 Uhr zum Vortrag „Selbstfürsorge im Pflegealltag“ ein. Petra Wieser, Pflegeassistentin und Fach-Sozialbetreuerin ...


mit Schwerpunkt Geriatrie, gibt im Alten-und Pflegeheim
Ennsleite Tipps, wie man „achtsam mit sich selbst umgeht“.

Etwa 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen in Österreich werden zu Hause durch
Angehörige gepflegt. Das eigene Wohlergehen stellen die pflegenden Angehörigen dabei
meist hinten an. Dabei ist es sehr wichtig, dass pflegende Angehörige auf die eigene
Gesundheit achten und kleine Auszeiten in ihren Alltag einbauen.

Wer sich nicht ausreichend erholt, dem droht Erschöpfung. „Um seelisch und körperlich gesund zu bleiben ist es als
betreuender und pflegender Angehöriger wichtig, nicht nur gut für den Angehörigen, sondern
auch gut für sich selbst zu sorgen, denn: Geht es Ihnen gut, geht es der Familie gut“, so
Sabine Eiblwimmer, Leiterin der Caritas-Servicestelle für pflegende Angehörige in Steyr.


Doch es ist nicht einfach, mit der ständigen Verfügbarkeit, der Mehrfachbelastung durch
Pflege, Familie und Beruf, körperliche Anstrengung, den aufkommenden Gefühlen wie
Angst, Trauer, Wut, Schuldgefühle, Aggressionen oder Selbstzweifel umzugehen.

Familienstreitigkeiten, Überforderung, soziale Isolation, Krankheitssymptome,
Schlafstörungen, Burnout oder das Leid mitansehen müssen sind alles Themen, mit denen
die Caritas-Mitarbeiterin in der Beratung täglich konfrontiert werden.Die Referentin Petra

Wieser, die auch Diplomierte Mentaltrainerin ist, zeigt, wie man seine Balance zurückerlangt,
Warnzeichen der Erschöpfung erkennt, mit Gefühlen umgeht und die Beziehung zu der
gepflegten Person positiv beeinflusst.