STEYR. Ein erfülltes Sexualleben wirkt positiv auf die Gesundheit und trägt zur optimalen körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit bei. Eine aktuelle Studie
aus den USA zeigt, dass ...

vier Stunden Lauftraining pro Woche das Risiko sexueller Dysfunktion senkt – besonders bei Frauen.

In der Studie wurde der Zusammenhang zwischen intensivem Sport und sexueller
Zufriedenheit untersucht. Rund 6.000 in Lauf-, Schwimm- oder Radfahrclubs aktive Frauen
und Männer wurden zu ihrem Sexualleben und ihren Trainingsgewohnheiten befragt. Das
Ergebnis: Bei Männern, die mehr als vier Stunden in der Woche Lauftraining in moderatem
Tempo absolvierten, stellten die ForscherInnen eine um 23 Prozent geringere
Wahrscheinlichkeit erektiler Dysfunktion fest. Noch deutlicher ist jedoch das Ergebnis der
Studie bei Frauen: Bei ihnen ist die Wahrscheinlichkeit einer Sexualitätsstörung sogar um 30
Prozent geringer.


Intensives Workout steigert die Durchblutung
Die intensive körperliche Betätigung beim Laufen steigert die Durchblutung der
Fortpflanzungsorgane und damit das sexuelle Verlangen sowie die Leistungsfähigkeit. Auch
bei Scheidentrockenheit, einem häufigen Problem, ist die mangelnde Durchblutung des
Genitalbereichs eine mögliche Ursache.

Sexualleben von vielen Faktoren abhängig
Primar Univ.-Prof. DDr. Hermann Enzelsberger, Leiter der Abteilung für Frauenheilkunde und
Geburtshilfe am Klinikum Steyr, weist darauf hin, dass viele Faktoren unser Sexualleben
beeinflussen: „Das Verhältnis der SexualpartnerInnen zueinander, das eigene
Selbstbewusstsein oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr spielen eine wesentliche Rolle.
Die häufigsten Probleme bei Frauen sind sexuelles Desinteresse, gefolgt von Schwierigkeiten
bei der Erregung und beim Orgasmus sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.“ Bei
Männern ist der vorzeitige Orgasmus das häufigste Problem, es folgen mangelndes sexuelles
Interesse und Erektionsstörungen.

Erkrankungen im Genitalbereich ernst nehmen
Schmerzen können den Geschlechtsverkehr zur Qual machen und so eine Beziehung stark
belasten. Meist sind Infektionen und Entzündungen im Unterleib die Ursache. Auch
Endometriose verursacht häufig Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Bei dieser Erkrankung
kommt es zu schmerzhaften Wucherungen außerhalb der Gebärmutter, in schweren Fällen
kann der gesamte Bauch- und Beckenraum betroffen sein. Primar DDr. Enzelsberger betont,
dass Schmerzen unbedingt abgeklärt und die Ursachen behandelt werden sollten, um etwaige
Schäden an den Fortpflanzungsorganen zu verhindern.