OÖ. Es gibt gute und schlechte Nachrichten: Österreicher schlafen zwar lange, aber nicht gut. Nicht einmal ein Drittel der Österreicher wacht morgens erholt auf. Oft liegt es an Stress, falscher Ernährung und Verkehrslärm ...

Hin und wieder ist aber auch das Schlafzimmer Schuld. Je nachdem, wie es eingerichtet ist, wirkt es wenig schlaffördernd. Dabei lässt es sich mit einfachen Tipps in eine Wohlfühloase verwandeln.

Das Raumklima verbessern
Im Winter bibbern wir bei 5 Grad Celsius, im Sommer schwitzen wir bei 30 Grad. Erholsam ist beides nicht. Umso wichtiger ist das richtige Raumklima. Temperatur und Luftfeuchtigkeit müssen stimmen. Für die Raumtemperatur empfehlen Experten 18 Grad Celsius, für die Luftfeuchtigkeit 50 Prozent. Ein Hexenwerk ist ein angenehmes Raumklima aber nicht. Nur wenige Handgriffe trennen Sie von einer erholsamen Nachtruhe.

• Lüften Sie regelmäßig: Morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen lassen Sie 10 bis 15 Minuten lang Frischluft herein.

• Zimmerpflanzen aufstellen: Sie verschönern Ihr Schlafzimmer, reinigen die Luft und erhöhen auf natürliche Weise die Luftfeuchtigkeit. Ideal sind Grünpflanzen mit großen Blättern. Lässt das Raumklima noch immer zu wünschen übrig, gibt es Verstärkung von einem Luftbefeuchter. Die kleinen Alltagshelfer erhöhen die Luftfeuchtigkeit, indem sie Wasser fein zerstäuben oder verdunsten.

• Holz im Schlafzimmer: Ob Böden, Wand- und Deckenverkleidung oder Möbel - Holz ist eine natürliche Klimaanlage. Zuverlässig nimmt es überschüssige Luftfeuchtigkeit auf. Ist die Luft zu trocken, gibt das Naturmaterial die gespeicherte Feuchtigkeit in die Raumluft ab.

Beruhigende Farben
Möbel, Accessoires und Wände dürfen Sie gerne in Ihrer Lieblingsfarbe gestalten. Bei Rot, Pink oder Orange sollten Sie Ihre Wahl jedoch nochmal überdenken: Die leuchtenden Töne regen das Gemüt an - keine guten Voraussetzungen zum Einschlafen. Auf der sicheren Seite sind Sie mit kühlen Farben wie Weiß, Grau, Beige, Blau, Violett oder Grün. Sie beruhigen das Gemüt und fördern die Einschlafbereitschaft. Zu viel des Guten darf es aber auch nicht sein. Bestenfalls kombinieren Sie Weiß mit einer Farbe Ihrer Wahl. Ansonsten fühlen Sie sich schnell eingeengt.

Chaos beseitigen
Ob Wäscheberge, Bücherstapel oder halb ausgepackte Reisetaschen - Chaos hat im Schlafzimmer nichts verloren - vor allem nicht in Bettnähe. Im Nu löst die Unordnung Stress aus. Ständig haben wir das Gefühl, aufräumen zu müssen. Womöglich verfolgen uns die Gedanken sogar bis in den Schlaf.

Am besten sorgen Sie mit Schränken, Kommoden oder Wandregalen für genügend Stauraum. In kleinen Schlafzimmern machen sich auch Rollboxen oder geflochtene Körbe gut. Diese lassen sich mühelos unter dem Bett verstauen.

Kleiner Tipp: Beseitigen Sie die Unordnung nicht in letzter Sekunde. Wer müde und erschöpft ist, nimmt das Wäschechaos nur ungern in Angriff.

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