STEYR. Ausgerüstet mit ausreichend Flüssigkeit und etwas Powerfood starten wir unsere Tour bei noch sehr frischen morgendlichen Temperaturen. Sie führt uns über die Tal- und Bergstrecken rund um den Hausberg von Steyr. Zum Warmradeln fahren wir die Strecke von Steyr zum Landgasthof Eckhardt ...

Bei der Tankstelle führt die MTB-Strecke wieder hoch in Richtung Damberg bis zur Laurenzikapelle. Wir durchfahren den schattigen Waldweg, dessen frisches Frühlingsgrün der Buchen einen Baumkronentunnel über uns bildet.

Unten: Durch das dichte Grün des Blätterdaches, geht's rauf Richtung Laurenzikapelle.

Nur vereinzelt können sich erste wärmende Sonnenstrahlen einen Weg durch diesen dichten Blätterwald bahnen. Nach etwa 35 Minuten gönnen wir uns einen kurzen Halt und Rundblick von der Laurenzikapelle aus. Die Sonne hat jetzt schon mehr Kraft und wir setzen nun gut aufgewärmt die Fahrt Richtung Dambergwarte fort. Doch an der Abzweigung zur Warte fahren wir heute vorbei. Nach dem vielen Regen im Frühjahr ist der Weg nur etwas für abgebrühte Matschfahrer, denen es Vergnügen bereitet durch den nassen und tieferdigen Morrast radfahrtechnisches Geschick zu beweisen. Diese Schlammschlacht lassen wir heute lieber aus.

Unten: Der Blick von der Laurenzikapelle ist es Wert, kurz inne zu halten.

Stattdessen radeln wir weiter Richtung Schwarzberg. Links sehen wir über hohen Grasähren zu den Wiesen des Kürnbergs und nach Erdsegen. Ein Fahrverbot der ÖBF verwehrt uns die Überfahrt zum Schwarzberg bzw. der Schwarzbergwiese und wird von uns penibelst beachtet! Der Weg weist nach nassen Tagen ohnehin tiefe wassergefüllte Spurrinnen auf und auch die Abfahrt durch den Wald Richtung Schwarzbergwiese ist nur was für hartgesottene Trailfahrer. Also bleiben wir vorschriftsmäßig am Weg talwärts Richtung Dambach, wo uns kurz darauf der Geruch von Knoblauch umhüllt – und der stammt ausnahmsweise nicht vom Vordermann. Denn selbst wenn der Bärlauch schon in voller Blüte steht, erfüllt der unverkennbare Duft die Luft.

Durch die tiefen Temperaturen eines langen Winters sind hier in der Höhe noch viele Frühlingsblüher, die durch Grasbüschel leuchten, zu finden. An feuchten Stellen sticht das dottergelb der Trollblume ins Auge. Sie wurde früher oft auch als Butterblume bezeichnet – früher war die Butter ja auch noch gelb ...

Wir kommen zur Gabelung, wo der Weg nun Richtung Dambach hinunterführt, oder nach links zur Schwarzbergwiese. Hier heißt es rechtzeitig in den richtigen Gang schalten, denn nach der gemütlichen Abfahrt geht‘s nun erstmal ein Stück steil bergauf . Für gut trainierte MTB-Fahrer ja auch kein Problem, aber nach der Winterpause für uns doch etwas schweißtreibend und mit noch echter Muskelarbeit eine sportliche Herausforderung.

Unten: Die Schwarzbergwiese.

Nach diesem Steilstück erreichen wir die Schwarzbergwiese. Sie ist war vor Corona bekannt für das sommerliche Schwarzbergfest der Dambacher FF und empfängt uns im frischen Frühjahrsgrün. Das Blau der Vergißmeinnicht am Wegrand bildet einen hübschen Kontrast. Nach rechts steigt es noch einmal an zur Umrundung des Schwarzberges. Nach dem Hohlweg eröffnet sich der Blick ins Dambachtal. Linksseitig gesehen drehen die drei markanten Windräder zu Laussa hin, gemächlich ihre Runden. Ein Hufeisen markiert diesen Weg auch als schönen Wanderweg und gibt ihm seinen Namen.

Herrlich dieser Ausblick und Zeit um etwas zu posieren und ein paar Fotos zu machen!

Unten: Der Bllick in Richtung Laussa lädt ein, Fotos zu machen.

Eine Kuhsperre verhindert eine Durchfahrt für Radfahrer, also nehmen wir die Abfahrt auf der nun asphaltierten Strasse Richtung Oberdambach. Immer wieder müssen wir uns kurzen Steigungen stellen doch nach Erreichen der sogenannten „Rumplhöhe“ gehts noch in einer Schichtlinie bis zur Abfahrt nach Oberdambach gemütlich dahin. Eine wahre Genußfahrt mit einem tollen Rundumblick!

Hier oben ist die Baumblüte noch in voller Pracht. Vor dem jetzt blauen Himmel leuchten die hellrosa Blüten der Apfelbäume gegen die Sonne. Der Blick folgt sanften Hügelketten, bis hin zu den immer noch schneebedeckten Bergen des Voralpenlandes die sich in der klaren Frühlingsluft gewaltig hoch zeigen. Der große Zacken des Traunstein zieht unweigerlich den Blick auf sich.

Und bevor wir uns die rasante Abfahrt mit ihren vielen Serpentinen zurück nach Steyr geben, eröffnet sich noch ein traumhaft schöner Talblick in Richtung Steyr wo wir unsere heutige Radtour am Zusammenfluss von Enns und Steyr ausklingen lassen.

Unten: Der Blick in Richtung Steyr, wo wir eine fantastische Tour ausklingen lassen.