ST. ULRICH/STEYR. Von St. Ulrich geht’s runter und zwischen Enns und der Eisenbundesstraße raus zum Kraftwerk Garsten, weiter der Enns entlang und wer nach der steilen Auffahrt zum Landhotel Eckhard noch immer nicht warm ist, sollte die Radlerhandschuh‘ gegen Fäustlinge tauschen …

Beim Eckhard über die Straße, an der Tankstelle vorbei Richtung Wald ist die Einfahrt zur MTB-Strecke. Der Regen vom Tag hat die Strecke weich gemacht, was sie für den Biker härter macht. Der Schotter ist locker und rutschig, das kostet mehr Kraft als üblich. Nach den ersten zwei Kehren läuft dann der Motor, ich gebe richtig Stoff bis zum ersten kurzen Flachstück, das Gelegenheit zum Trinken und für ein paar schnelle Fotos bietet.

Weiter geht’s durch den "Chillout-Corner" hinauf zum letzten Anstieg. Ich habe gut Luft, die Beine sind voll da. Ich schalte noch einen Gang höher, um mich voll auszupowern. Nach der letzten Kehre, im oberen Flachstück rüber zur Laurenzikapelle, ist die Piste erwartungsgemäß tief. Ich höre wie der nasse Schotter am Reifenprofil „saugt“, was sich anfühlt, als würde mich ein italienischer Innenverteidiger von hinten am Trikot ziehen ;-).

Wer keinen Neoprenanzug an hat, lässt nach dem Regen den Abstecher zur Warte besser aus, es sei denn, er oder sie hat Lust auf dreckige Nasenlöcher. Bei der Kapelle kurz rasten, die Abendsonne genießen, dann geht’s vorne wieder runter. Wer hier mit der Bremse geizt, der kriegt sogar im Juli Gänshaut.

Damberg kurz nach einem verregneten Tag mit Abendsonne: Entspannung pur, Endorphine satt, dreckig und glücklich!

Ein Beitrag von Peter Freyka, verfasst bei der Laurenzikapelle am Damberg.