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Steyrs Fluchtgeschichte – Von der Reformation bis zur Gegenwart

STEYR. „Flucht“ war in der Geschichte der Stadt Steyr schon immer ein Thema: Tausende mussten fliehen, ihr Hab und Gut sowie ihr Zuhause zurücklassen. Sie verzichteten auf tragende Beziehungen mit Familienangehörigen ...

Verwandten und Freunden um aufzubrechen – oft ins Ungewisse.

Am Donnerstag, den 22. Juni, um 19 Uhr werden einige dieser Fluchtgeschichten im Museum Arbeitswelt präsentiert.

Anschließend wird EU-Parlamentarier Josef Weidenholzer über die aktuelle Flüchtlingssituation in Europa sprechen.

Mehr als 2500 Protestanten mussten im Zuge der Gegenreformation ihre Heimatstadt Steyr verlassen. Viele waren es, die im Lauf der Geschichte wegen ihres Glaubens oder ihrer politischen Gesinnung ihre Heimatstadt verlassen mussten, da ihnen in Steyr die Überlebensgrundlagen entrissen wurden. In den Februartagen 1934 mussten diejenigen fliehen, die sich gegen den aufkommenden Faschismus bewaffnet zur Wehr setzen. Wenige Jahre später waren es Steyrer Juden und Jüdinnen, die durch Flucht vor den Nationalsozialisten ihr Leben zu retten versuchten.

Es haben aber auch Tausende in Steyr Aufnahme gefunden: am Ende des 2. Weltkrieges waren es die Siebenbürger und andere Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten, später Bosnier aus dem Jugoslawienkrieg und in den letzten beiden Jahren Flüchtlinge aus Syrien und anderen Kriegsgebieten des Nahen und Mittleren Ostens.

Flucht aus Steyr und Flucht nach Steyr gehört zur Geschichte unserer Stadt und damit auch in die Gesamtthematik von „Steyr – Reformationsstadt Europas“. Das Thema „Flucht“ betrifft alle.

Die Evangelische Kirche und das MAW laden ein, am Donnerstag, 22. Juni, um 19 Uhr ins Museum Arbeitswelt zu kommen. Schülerinnen und Schüler des evangelischen Oberstufenrealgymnasiums (ROSE) werden einen szenischen Einstieg gestalten. Danach wird der Soziologe und EU-Abgeordnete Dr. Josef Weidenholzer über die aktuelle Flüchtlingssituation in Europa und in der Welt berichten.

Anmeldung:
Per Telefon unter 07252.77351 0 oder per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  


Josef Weidenholzer bei 30-Jahr-Feier.      Foto: Christof Zachl

Foto oben: (c) SPÖ OÖ

 

 

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