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Prof. Ferdinand Redtenbacher als Maler

STEYR. Der bekannteste Wissenschafter, den Steyr je hervorbrachte, Ferdinand Jakob Redtenbacher, war auch künstlerisch begabt. Erst kürzlich wurden von Mitarbeitern der Historikergruppe der Redtenbacher-Gesellschaft Steyr hervorragende Aquarelle mit Bergpanoramen von Redtenbacher entdeckt ...

Am 27. Juli 1809 in Steyr als Sohn eines Eisenwarenhändlers geboren, gilt Redtenbacher  in historisch bewanderten Technikerkreisen als Begründer des technisch-wissenschaftlichen Maschinenbaues . In Steyr erinnert die Redtenbachergasse und in Karlsruhe ein Denkmal an sein Wirken.

Nach einer kaufmännischen Lehre in Steyr bei einem Onkel und einer mehrmonatigen Tätigkeit bei der k. k. Baudirektion in Linz besuchte er von 1825 bis 1829 das Polytechnikum in Wien und hörte nebenbei an der Universität Höhere Mathematik und Astronomie. Nach erfolgreichem Abschluss arbeitete er bis 1834 als Assistent bei Prof. Johannes Arzberger. 1835 übernahm er eine Professur Für Mathematik und Geometrie an der damaligen Höheren Industrieschule in Zürich, der heutigen Eidgenössischen Technischen Hochschule.

1841 erfolgte dann die Berufung als Professor für Mechanik und Maschinenlehre an die Großherzogliche Badische Polytechnische Schule in Karlsruhe, heute als KIT weltweit bekannt, wo Redtenbacher ab 1857 bis kurz vor seinem Tod im Jahr 1863 als Direktor der Anstalt tätig war.

Redtenbacher war wegen seines sehr anschaulichen und lebendigen Vortrages  bei seinen Studenten überaus beliebt, wobei ihm sein Zeichentalent sicher eine große Hilfe war. Er schaute auch „über den Tellerrand hinaus“ und predigte seinen Schülern, den Einfluss und die Auswirkungen der Technik auf die Gesellschaft immer zu beachten.

Zu seinen bekanntesten Schülern zählten unter anderem der spätere Lokomotiv-Fabrikant Henschel, der Erfinder des von einem Verbrennungsmotor angetriebenen Dreirades Carl Benz, der Mitschöpfer der Gaskraftmaschine Eugen Langen(zusammen mit Nikolaus August Otto), der Maschinenfabrikant Sulzer aus Winterthur, Emil Skoda aus Böhmen und nicht zuletzt der Begründer der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg(heute MAN) Heinrich Buz.

Nach der Durchführung eines Symposiums zu Ehren des 200. Geburtstages von Redtenbacher im Jahre 2009 in Steyr wurde ein Jahr später die Redtenbacher-Gesellschaft als Verein zur Förderung transdisziplinären Denkens in Wissenschaft und Praxis, gegründet. Eine Gruppe davon beschäftigt sich mit der industriellen Historie unserer alten Eisenstadt und hat unter anderem den privaten, technischen Nachlass der Autopioniere Hans und Erich Ledwinka aufgearbeitet.

Ein Mitglied dieser Gruppe, Mag. Katharina Ulbrich, Professorin an der HAK in Steyr, arbeitet schon seit einigen Jahren an einer umfangreichen Biografie von Ferdinand Jakob Redtenbacher. Im Zug einer Internetrecherche in alten Zeitungen in der Nationalbibliothek in Wien entdeckte sie in einer dieser alten, gescannten Blätter einen Hinweis über Redtenbacher als Maler.

Redtenbachers Tochter Marie hatte 1891 einige Rollen mit Gebirgspanoramen aus den Alpen an das OÖ. Landesmuseum übergeben. Der Linzer Alpenverein stellte die Bilder anlässlich seiner Jahreshauptversammlung 1891 in den Vereinsräumen aus, wo sie große Aufmerksamkeit und Anklang erregten.

Auf Grund dieser Hinweise kontaktierte Mag. Ulbrich die Abteilung Graphiksammlung des Landesmuseums in Linz. Im Eingangsbuch wurde dann auch das Übergabedatum gefunden und somit die Internet-Hinweise aus der Nationalbibliothek bestätigt.

Die übergebenen Rollen wurden anschließend in einem Außenlager entdeckt und konnten durch Mitglieder der Historiengruppe auch besichtigt werden. Redtenbacher hat höchstwahrscheinlich in der Natur an einem Aussichtspunkt auf einigen ungefähr A4 großen Blättern diese Panoramen skizziert und diese dann zu Hause aquarelliert. Kleine Bleistifthinweise auf Felsen; Schatten, Schnee, Gletscher usw., die man bei ganz genauer Betrachtung der Bilder gerade noch erkennen kann, haben ihm die farbige Finalisierung sicher erleichtert. Nach der Aquarellierung wurden die einzelnen Blätter auf einem Trägermaterial zu einem fortlaufenden Panorama aneinandergereiht und aufgeklebt.
Eine Recherche an der Akademie der bildenden Künste in Wien ergab, dass Redtenbacher während seines Wien-Aufenthaltes  neben seiner Technikerausbildung keine künstlerische Ausbildung genossen hatte, sondern neben seinen technik-naturwissenschaftlichen Fähigkeiten auch ein begnadeter  Autodidakt auf dem Gebiet der Malerei war. Diese Begabung spiegelte sich in seinen Zeichnungen an der Lehrtafel der Hörsäle wieder, wie die Zeichnungen in den erhalten gebliebenen Mitschriften seiner Schüler bezeugen.
In späteren Jahren hatte sich Redtenbacher auch der Ölmalerei zugewandt.

Die Gruppe Historie der Redtenbacher-Gesellschaft Steyr bedankt sich bei Mag. Magdalena Wieser vom O. Ö. Landesmuseum recht herzlich für die Unterstützung im Zuge dieser Nachforschung über Redtenbacher als Maler.

Günther Nagenkögl und Hans Stögmüller

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