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OÖ. Morgen (16.12) kann die S - Bahn Oberösterreich gratis genutzt werden! Einfach einsteigen und mitfahren im ganzen S-Bahn-Netz in Oberösterreich...

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LESERBRIEF: Grüngürtel statt Westspange

LESERBRIEF. Ich bin ein Anrainer der geplanten Westspange in Steyr. Deshalb bin ich gegen den Bau dieser Straße und deshalb bin ich auch Mitglied des Vereins Grüngürtel statt Westspange. Doch als Betroffener ist es relativ einfach, Gegner dieses Projekts zu sein. Die persönlichen Argumente dagegen liegen klar auf der Hand ...

Niemand würde diese abstreiten und doch sind die Betroffenen in einer so unbedeutenden Minderheit, die politisch kein Gewicht hat. Die Politik rühmt sich, die Mehrheit hinter sich zu haben, aber was zählt diese Mehrheit. Im Grunde genommen ist die Westspange den meisten Leuten „wurscht“. Straßen werden halt gebaut, die Details sind zu technisch, um wirklich interessant zu sein.

Und würde die Westspange ein paar Kilometer weiter von meinem Haus gebaut werden, so würden diese Zeilen nicht geschrieben werden. Aber genau da liegt das Problem und dieses Problem betrifft alle, denn es geht immerhin um unsere Lebensqualität. Die Schönheit unseres Landes liegt vor allem im Kontrast des städtischen und ländlichen Raumes. Stadt und Land sind genau definiert.

 

Stadt bedeutet Aktivität

Stadt bedeutet Aktivität, Wirtschaftsleben, Zusammenkunft vieler Menschen, was auch Verkehr beinhalten. Land bedeutet vor allem Natur, Ruhe, Entschleunigung. Doch die Grenzen zwischen Stadt und Land verschwimmen immer mehr. Grünland wird zu Bauland. Bauland führt zu Verkehr, usw. Die Westspange ist ein Paradebeispiel dafür, wie ländlicher Raum, obgleich dieser zur Stadt Steyr gehört, zerstört wird.

Der Stadtteil Gleink wird in zwei Teile gerissen. Der ländliche Raum als Ort der Erholung kann nicht mehr so genutzt werden wie jetzt. Anstelle vieler spazierenden Familien, Nordic Walker, Radfahrer etc. wird gar nichts mehr sein. Das Naherholungsgebiet für viele Steyrer (und nicht nur der betroffenen Anrainer) wird nicht mehr existieren. Wer ins Grüne will, muss sich dann schon ins Auto setzen – welch' Ironie. Da warte ich doch lieber ein paar Minuten länger an einer Ampel am Taborknoten und geh' nach der Arbeit noch eine Runde walken.

Ein Anrainer
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Der Inhalt dieses Leserbriefes wurde von der Redaktion nicht auf Richtigkeit und/oder Vollständigkeit geprüft und stellt nicht notwendiger Weise die Meinung der Redaktion dar. Für Rückfragen stehen wir per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! jederzeit zur Verfügung.

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