Wer auf die Umwelt schauen will, ist der Depp!

LESERBRIEF. Ein Auto ist eine langfristige Investition. Darum war für mich klar, bei einer Neuanschaffung auf jeden Fall auch den Umweltfaktor mit einzubeziehen. Warum nicht ein viel gehyptes Elektroauto? Den Messias der Autowelt? Die Lösung aller Probleme? Zugegebenermaßen kann so ein Elektroauto ...

mit grünem Strom betrieben werden und fährt deswegen emissionsfrei. Tatsache ist auch, dass der CO2-Ausstoß bei der Herstellung eines Elektroautos und vor allem der Batterien deutlich höher ist, als bei einem herkömmlichen Auto. Bitte googlen Sie die Auswirkungen vom Lithium Abbau, oder auch Kobalt oder Nickel. Was hierbei der Natur und auch der Bevölkerung in den Abbauländern angetan wird ist verheerend! Die Herstellung ist also der Grund, warum Elektroautos doch nicht so eine saubere CO2-Bilanz aufweisen können. Noch nicht. Ich hege die Hoffnung, dass umweltfreundliche Alternativen für die oben genannten Rohstoffe gefunden werden.

Auf der Suche nach einem neuen Auto habe ich also eine Alternative gesucht. Fündig geworden bin ich beim Erdgasantrieb, oder CNG. Es ist zwar auch ein fossiler Treibstoff, hat aber den Vorteil, mit bis zu 25% weniger CO2-Emissionen und feinstaubfrei zu fahren. Bei meinen Recherchen habe ich auch Biogas und Windgas entdeckt. Biogas wird auch in Österreich produziert. Damit wäre man sogar klimaneutral unterwegs. Und auch bei Windkraft wurde geforscht und eine Möglichkeit entdeckt, aus Windkraft Erdgas zu erzeugen. Das hat mich überzeugt. Erdgas muss offensichtlich eine Zukunft haben! Auch ein Autohändler hat mir versichert: „Das wird jetzt mehr mit Erdgas!“ Ein Manko der Erdgas Autos ist allerdings das Tankstellennetz. Aber auch da habe ich mich informiert und festgestellt, dass zwei Tankstellen problemlos für mich erreichbar waren. Zum einen die Eni in Enns in der Forstbergstraße, welche direkt auf meinem Arbeitsweg lag, und zum anderen die OMV Tankstelle in der Haagerstraße in Steyr.

Also habe ich mir im Juli 2020 ein neues Auto gekauft: Seat Leon mit Erdgas und Benzin Antrieb. Ja, ich war glücklich. Das Tanken funktionierte super, die Reichweite war ausreichend und ich genoss mein neues Auto. Doch dann kam der Oktober. Und im Oktober beschloss die Eni Tankstelle in Enns, ohne Vorwarnung, die CNG-Zapfsäule zu entfernen. Ok, also wurde ab da ausschließlich in Steyr getankt. Doch dann kam der Mai. Und im Mai beschloss die OMV Tankstelle in Steyr, ohne Vorwarnung, die CNG-Zapfsäule zu entfernen.

Tja, ich hab’s wirklich gut gemeint und wollte auf die Umwelt achten. Aber nach nicht einmal einem Jahr mit einem „grüneren“ Auto stehe ich da, ohne Tankstelle im Umkreis von 20 km und muss ich feststellen: Wer auf die Umwelt schauen will, ist ein Depp!

H.M.

Der Inhalt dieses Leserbriefes wurde von der Redaktion nicht auf Richtigkeit und/oder Vollständigkeit geprüft und stellt nicht notwendiger Weise die Meinung der Redaktion dar. Für Rückfragen stehen wir per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! jederzeit zur Verfügung.

 

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