WEYER. 72 Einsatzkräfte von fünf Feuerwehren und dem Roten Kreuz probten den Ernstfall in Weyer. „Brand bei landwirtschaftlichem Objekt“, war die Annahme bei der von der FF Weyer organisierten Übung mit fünf Feuerwehren ...

Vier Opferdarsteller mussten von Atemschutzträgern aus dem Objekt geborgen werden. Dabei wurde wieder die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz und den Nachbarfeuerwehren aus Großraming und Gaflenz unter Beweis gestellt. Das neue Tunnellöschfahrzeug der FF Weyer und das neue Rüstlöschfahrzeug der FF Großraming zeigten ihre Schlagkraft. Einsatzführungsunterstützung kam von der FF Gaflenz.

 „Brand landwirtschaftliches Objekt“. Mit dieser Information starteten über 72 Einsatzkräfte, darunter sechs Sanitäter des Roten Kreuzes Weyer und 66 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Weyer, Kleinreifling, Lindau-Neudorf, Gaflenz und Großraming um ca. 19:00 Uhr in die anspruchsvolle Übung bei einem Hof nahe der Bundesstraße B121.

Am Übungsort angekommen begann der Einsatzleiter der FF Weyer sofort mit der Erkundung und Feststellung der Lage. Dabei hat sich herausgestellt, dass vier Personen als vermisst gelten und wahrscheinlich aus dem Gefahrenbereich verletzt zu bergen sind. Die insgesamt vier Atemschutztrupps der Feuerwehren Großraming, Lindau-Neudorf und Weyer sind daraufhin in das Innere des landwirtschaftlich genützten Stadels vorgedrungen, machten den Brandherd ausfindig und retteten die „verletzten“ Opferdarsteller. Die Darsteller konnten von den sechs Rettungssanitätern des Roten Kreuzes am Übungsort medizinisch versorgt werden.

Die Löschwasserversorgung ist bei einem realen Einsatz dieser Größenordnung eine Herausforderung: Dafür bauten die Freiwilligen Feuerwehren Kleinreifling und Lindau-Neudorf rasch die Löschwasserversorgung für die Erstphase zu einem Löschwasserbehälter auf. Zusätzlich wurde noch von der Enns herauf eine Leitung aufgebaut, um den Behälter zu speisen und die langfristige Versorgung sicherzustellen.

Dadurch ergab sich eine herausfordernde Löschwasserförderung zur Übungsstelle über eine Länge von insgesamt fast einem Kilometer. Das neue Rüstlöschfahrzeug-Tunnel der FF Weyer war ebenso Vor-Ort und unterstützte die Löschwasserversorgung und die Brandbekämpfung mit dem ferngesteuerten Wasserwerfer. Das ebenfalls neue Rüstlöschfahrzeug der FF Großraming stellte das Herzstück der Übung dar.
Bei großen, herausfordernden Einsätzen unterstützt die Einsatzführungsunterstützung, kurz EFU, der Freiwilligen Feuerwehr Gaflenz die Einsatzleitung, was bei dieser Übung ebenfalls wieder unter Beweis gestellt werden konnte. Zahlreiche Gerätschaften, wie Drucker, Notebooks, Kartenmaterial, Internetzugang, Flipcharts, Whiteboard, Zelt uvm. werden von der EFU Einheit aus Gaflenz bereitgestellt. Ebenso wird die Einsatzleitung von erfahrenem Personal bei der Lageführung, Planung, Versorgung und Öffentlichkeitsarbeit unterstützt.

Der Abschnitt Weyer besteht aus 19 Freiwilligen Feuerwehren im Süden des Bezirkes Steyr-Land und stellt den flächenmäßig größten Abschnitt im Bezirk dar. Der Abschnitt Weyer besteht aus den Gemeinden Gaflenz Großraming, Laussa, Losenstein, Maria Neustift, Reichraming, Ternberg und Weyer. Insgesamt bestehen die Feuerwehren im Abschnitt Weyer aus 1289 Aktive, 223 Jugendliche und 276 Reservisten. 2019 wurde DI Martin Scharrer erneut zum Abschnittsfeuerwehrkommandanten gewählt. Im Jahr 2018 wurden die Feuerwehren im Abschnitt Weyer zu 1072 Einsätze alarmiert, das sind im Durchschnitt ungefähr 20 pro Woche.

Fotos © AFK Weyer