STEYR. Reisebegleiter Robert Wandl entführte eine illustre Schar von Seniorinnen und Seniorenkürzlich in das herbstliche Triestingtal nach Berndorf. Eine Stadt mit ca. 9.000 EW, deren einstige Produkte, nämlich die ...

„Berndorfer Bestecke“, in vielen Haushalten zugegen waren,
von der man aber sonst kaum was kennt. So war es für die meisten eine Überraschung, zu
erfahren, dass ähnlich unserem Josef Werndl auch Berndorf einen großen Wohltäter hatte,
und zwar den Arthur Krupp, der mit hohem finanziellem Einsatz (nicht nur aus dem
betrieblichen, sondern auch aus seinem Privatvermögen) sowohl das Aussehen dieser Stadt
prägte, als auch eine Fülle sozialer Einrichtungen förderte. Hervorzuheben sind die von ihm


finanzierten Schulbauten, die er damals schon mit Zentralheizung und Badeeinrichtungen
ausstatten ließ. Besonderheit aber sind die Klassenzimmer, die jeweils einer bestimmten
Stilrichtung zugeordnet sind. Krupp war darauf bedacht, dass Menschen, die ausreichend
Bildung erfahren, die in gesunder Atmosphäre aufwachsen können und die sozial auch
einigermaßen abgesichert sind, beiden Seiten, den Arbeitnehmern wie auch den


Arbeitgebern, Vorteile bringen. So nach dem Krupp’schen Motto: „Wenn’s meinen Leuten
gut geht, geht’s auch dem Unternehmen gut“. Nach Besichtigung der Krupp-Museums und
der Stilklassen konnten wir uns noch an der Buntheit Wienerwaldes erfreuen und wir
erlebten einen Reisetag, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.