MOLLN/STEYR. Nachdem bereits Anfang 2018 nach Erhebungen der Suchtgiftermittlungsgruppe der Polizeiinspektion Kirchdorf insgesamt vier afghanische Asylwerber wegen Verdacht ...

des gewerbsmäßigen Handels mit Cannabiskraut festgenommen werden konnten, ergaben sich bei der Befragung der Abnehmer weitere konkrete Hinweise auf einen Suchtgiftring im Großraum Molln, der das Marihuana von Asylwerbern in Steyr an- und an zahlreiche Abnehmer im Steyrtal weiterverkaufte. Daraufhin wurden weitere umfangreiche Ermittlungen in einer bezirksübergreifenden Kooperation mit dem Kriminalreferat des Stadtpolizeikommandos Steyr geführt.

Mitte März 2018 konnten bei einer koordinierten Aktion zwei afghanische Asylwerber im Alter von 19 und 24-Jahren in ihren Asylunterkünften in Steyr festgenommen und in U-Haft überstellt werden. Beim Landesgericht Steyr wurde betreffend dem 19-Jährigen bereits eine Anklageschrift eingebracht, wobei ihm zur Last gelegt wird, rund 15 Kilogramm Cannabiskraut in Seyr anderen Personen weitergegeben zu haben. Der 24-Jährige, der mehr als 1,5 Kilogramm Marihuana weitergegeben hat, wurde bereits zu einer mehrmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt.

Ein weiterer 31-jähriger afghanischer Asylwerber ist untergetaucht und seither flüchtig. Nach ihm wird mit einer Festnahmeanordnung gesucht. Der Großteil dieser mehr als 15 kg Marihuana wurde von insgesamt sechs Jugendlichen aus Molln, Leonstein und einem weiteren Asylwerber aus Molln an verschiedenen Orten in Steyr angekauft und von diesen im Steyrtal gewinnbringend weiter verkauft. Die 15 Kilogramm Cannabiskraut entsprechen einem Straßenverkaufswert von 150.000 Euro. Das ins Steyrtal verbrachte Marihuana wurden von zahlreichen, Großteils noch jugendlichen Suchtgiftkonsumenten angekauft und konsumiert.

Mehr als 25 Drogenkonsumenten konnten in Zusammenarbeit mit Beamten der Polizeiinspektion Steyrtal ausgeforscht und von diesen zur Anzeige gebracht werden. Die Ermittlungen zu den vorwiegend Steyrtaler Drogenkonsumenten werden noch weiter geführt.