STEYR. Mit dem Projekt „Universale Sensorboje 3000“ (USB 3000) hat sich das 10-köpfige Team, das sich im Makerspace des Vereins Steyr-Werke formiert hat, gegen Konkurrenten aus Deutschland und der Schweiz durchgesetzt. Der Hauptgewinn: ...

Ein Warengutschein in der Höhe von 10.000 Euro von Conrad Electronics. Dieser wird nun in die Weiterentwicklung der High-End-Werkstatt auf der Rückseite des Museum Arbeitswelt investiert.  

Die Maker-Factory-Challenge wurde heuer erstmals von der deutschen Handelskette Conrad Electronic ins Leben gerufen. Aus über 20 Bewerbern wurden sechs Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgewählt. Im Rahmen der diesjährigen Maker Faire in Berlin wurde am 26. Mai den ausgewählten Teams eine sogenannte „Mystery Maker Box“ ausgehändigt. Darin befanden sich unterschiedliche Tools und das nagelneue Maker Factory Entwicklerboard. Die Teams waren angehalten ein kreatives Projekt ihrer Wahl umzusetzen und durften neben dem Boxinhalt auch andere Materialien verwenden.  


Ausgereifteste Idee hat gewonnen
Präsentiert wurden die Ergebnisse nun im Rahmen der Maker Faire Hannover. Eine Fachjury beurteilte die Projekte nach folgenden Kriterien: Technische Umsetzung, Komplexität/Kreativität, Verwendung des Maker Factory Boards und Funktionalität. Das Team aus Steyr hat dabei voll und ganz überzeugt. Willi Gruber über das Projekt: „Da unser Team schlussendlich aus 10 Personen bestand, die einerseits vielfältig interessiert sind und andererseits aus unterschiedlichen technischen Feldern kommen, konnten in der kurzen Zeit im Vergleich viele Features umsetzen.“

USB 3000 – was ist das?
Die Steyrer Kreativen wollten mit ihrem Projekt unbedingt einen Bezug zur Heimatstadt und zum dort seit 1,5 Jahren existierenden Makerspace herstellen. Und da in Steyr das Wasser nicht nur optisch, sondern auch historisch eine zentrale Rolle einnimmt, wurde dieses zum zentralen Thema der Gruppe. „Auf unserer ersten Ideenskizze ist eine Plattform zu sehen, die sich selbst mit Strom versorgt und Umweltdaten generiert“, beschreibt Dominik Hofbauer den Werdegang des „USB 3000“.

Die autarke Sensorboje, die künftig in der Steyr zu finden sein wird, liefert mit insgesamt neun eingebauten Sensoren verschiedene Daten zur Wassertemperatur, zur Außentemperatur, zur Luftfeuchtigkeit, zur CO2 Konzentration, Flussgeschwindigkeit und einiges mehr. Ausgelesen werden die Sensoren unter anderem vom Maker Factory Board, das die Daten auch gleich weiterschickt. Auf einer interaktiven Website werden diese dann automatisch aufbereitet und visuell dargestellt.

„Im Rahmen der Präsentation haben wir die Wasserräder künstlich mit einem Akkuschrauber betrieben und Publikum wie Jury konnten live zuschauen, wie sich die generierten Daten auf der Website verändert haben. Das hat alle beeindruckt“, schwärmt Willi Gruber, der das Projekt in Hannover präsentiert hat. Als Schwimmkörper wurden einfache Kanalrohre aus dem Baumarkt verwendet. Einige Spezialteile wurden eigens für das Projekt konstruiert und mittels 3D-Druck oder mit dem Laser Cutter im Makerspace gefertigt.  

Was passiert mit Gewinn?
„Der 10.000 € Warengutschein von Conrad Electronics wird ausschließlich der Weiterentwicklung des Makerspaces zu Gute kommen“, so Dominik Hofbauer. „Es gibt bereits einige Ideen für neue Bereiche, die wir aber gemeinsam allen anderen Nutzern und dem Vorstand besprechen werden“, führt er weiter aus. Der Makerspace im Museum Arbeitswelt wird seit 2017 vom gemeinnützigen Verein Steyr-Werke betrieben und erfreut sich großer Beliebtheit. Über 60 Personen nutzen das hochwertige Maschinen- und Werkzeugangebot in der Gaswerkgasse 1. Wer mehr über den Verein und den Makerspace erfahren möchte, sollte die Homepage unter www.steyr-werke.at besuchen.

Fotos © Conrad electronics