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Michl Reloaded: Da Michl von Schnallnberg - die Auferstehung

MICHL. I sogs euch, es ist net oafach, noch ana so langen Zeit der literarischen Abstinenz, den Griffl wieder in die Hand z’nehma. Grod in ana derart schnölebigen Zeit, so sogn zumindest d‘Leut. Wobei, waun i ehrlich bin, versteh‘ i jo den Ausdruck schnölebig goanet so recht. Alleweil, waun i aufn Autobus wart, schau i mangels anderweitiger Unterhaltsamkeiten, dem Sekundenzaga auf meina Armbanduhr zua, wira seine Runden draht, und mir is dabei heut‘ no genauso fad, wia in die 70er Jahr...

Manche san der Meinung, daß de Gschichtn vom Michl heut‘ kana mehr lesen würd, weil d’Leut ka Zeit mehr hättn. I glaub, es gibt oba a heut‘ noch Vorfälle und Gschichtn, üba de ma schmunzln oda a herzhaft lachn kann. Wia grod neilich, wo a Taxler nach Garsten gruafn worn is, er sollt dort an Foahgast abholen. Der brave Mann is natirlich sofuat loszischt, weil schließlich lebt’a jo von dem. Wira dann den vermeintlichn Foahgast erbilckt, denkt si da Taxler scho, nau, der schaut oba zwida drein.

Er bleibt natirli stehn und hätt drauf gwart, dass d’Kundschaft einsteigert, wia ma des hoit so mocht in dem Gschäft. Der zu transportierende hot jedoch eigenoatiger Weise net den Eindruck gmocht, wia wauna glei zu eam ins Taxi steigert. Noch an Neichtl denkt si freilich da Taxler er frogt jetzt amoi, ob der Herr auf a Taxi warten tät. Wos jetzt passiert is, mit dem hat kana rechna kina.

Da Befragte hat nämli dem Taxler lautstark zum Verstehn gebn, daß er in so a oides, schiaches Taxi sowieso net einsteign tät, und daß des sowieso a Frechheit wär, daß er mit so ana Schrottkistn abgholt würd. Gschimpft hat er wia a Rohrspatz, und i möcht jetzt goanet alles wiedergebn, weil des würd wirkli in Rahmen sprengen, besonders in so ana schnölebigen Zeit ;-).

Da "gehörnte" Taxler woa freilich ois andere wia erfreut, weil er jetzt jo quasi umsunzt noch Garsten gfoahn is und vom entgangenen Fuhrlohn gar ka Rede. Oba es wird no bessa. Wira dann wida am Taxistand am Stodtplotz steht, foaht plözli a da Rohrspatz voa, unbestätigten Mödungen zua Folge in an Roissroiss, und hot a glei wida ins Schimpfn augfaungt. Jetzt hats in Taxler natirli a greicht, und so hata eam hoit a ordntlich di Meinung gsogt, ma muaß si jo net ois gfoinlossn.

Irgendwie iss dann di Sitawation soweit eskaliert, dass da Taxler seinem „Beinohe-Foahgast“ mit da Unterlippn in d’Faust einigrennt is, woraufhin er dann kurzfristig s‘Gleichgwicht verloren hat. Böse Zungen bahupten a, er is k.o. gaunga. Jedenfalls kauns so schlimm net gwesn sein, gottseidank, weil er hat si dann, noch seiner kurzen geistigen Abwesenheit, sogar selber ins Spital eingliefert, weil angschaut ghört sowas schon, ma was jo nie.

Als Taxler dalebt ma jo bekanntlich vü, oba i wünsch grod dem Taxler, daß solche Foahgäst doch di Ausnahm bleibn, was auch von euch hofft

Euer Michl

Höfgot, das i net vergiss! Waunst Du a Gschicht woast, wost glaubst de warat wos fürn Michl, daun wari da sehr vabunden, waunst ma de Gschicht elektronisch schicken darazt! I hob jo net glaubt, das i amio sowos wia a emailadress kriag, ob tatsächlich homs ma sowos "eingricht" homs gsogt.

De Adress warat Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

 

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