STEYR. Am Freitag, dem 21. Dez., präsentierten Johannes Keberböck und Ilka Minor ihr neues Dienstfahrzeug, einen Skoda Fabia vom Eurosol Rallye Team Austria, bei Skoda Pichler in Steyr. Der erste Einsatz steht vom 4. bis 6. Jänner 2019 bei der Jännerrallye auf dem Programm ...

Immer mehr wird klar: Das Projekt Keferböck ist eine Forschungssstudie zu den
Themen Optimierung und vor allem auch Harmonie und Lebensfreude. Denn laut
den hier Beteiligten sind diese Faktoren die Relevanten. Unterstützt wird der neue
Vizechampion 2019 von Škoda Österreich, Pirelli und dem neuen Coach Armin
Schwarz. Und alle schauen gespannt und neugierig empor zum vermeintlichen
Gipfel einer wie es scheint nicht enden wollenden Lernkurve und stellen die Frage
der Fragen: Was ist noch möglich? Und: Das Schöne ist, dass man es einfach
geschehen lässt.

Mit dem Vizestaatsmeistertitel konnte Johannes Keferböck seine erste volle Saison in der
Österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft nach mehr als einem Jahrzehnt „Jännerrallye
only“ bestmöglich abschließen. Dass der Sensationssieger der Jännnerrallye 2018 seine
Performance und sein Umfeld dermaßen optimieren konnte, hat nicht nur die Fans,
sondern auch die Experten der Branche schwer beeindruckt.

Aber auch die punktgenaue, konsequente Art und Weise, wie diese Optimierung
vonstatten ging, ringt vielen Respekt ab - denn der berufsbedingt optimierungsgewöhnte
Vermögensberater hat die erste Saisonhälfte dazu genützt, um jenes Umfeld zu kreieren,
das ihm gut tut: Die WM-erfahrene Ilka Minor als Copilotin mit Mentor-Qualitäten, das
ungarische Eurosol Racing Team als seriöses, höchst professionell agierendes Eisatzteam
und schließlich der Škoda FABIA R5, der dem Fahrer Johannes Keferböck die besten
Möglichkeiten zur Entfaltung bietet.

 

Skoda Österreich als Importeur wie er „im Buche steht“

Dieser, von außen betrachtet simpel wirkende Optimierungsschritt (bei einem Produkt
bleiben, selbst wenn man etwas mehr „Lehrzeit“ benötigt) wurde auch bei Škoda
Österreich mit Wohlwollen registriert. Der heimische Importeur des tschechischen Kult-
Herstellers zählt zu den wenigen, die Österreichs Rallyepiloten aktiv unterstützen – für
2019 ist Škoda Österreich quasi „breit aufgestellt“, verschiedene Fahrer werden
unterschiedlich berücksichtigt. Für Johannes Keferböck stellt das oft zitierte „Vorzimmer
von Škoda Österreich“ keine Wettkampfarena dar: „Wir gehen unseren Weg, haben
unseren Stil und eine großartige Kommunikationsebene mit Škoda Österreich. Ich kann
mich aber auch für jeden anderen freuen, der ebenso unterstützt wird.“ Gerade dieser
eigene Weg ist es, der Branchen-Insidern positiv ins Auge stach.

Schließlich begann das „Märchen" vom Jännerrallyesieg sowie jenes vom
Vizestaatsmeistertitel 2018 eigentlich mit einem mehr oder weniger verzweifelten
Vertrauensvorschuss, nachdem „Kefer“ die neue Kontaktperson bei Total Austria nicht
erreichen konnte und vor dem Start in Freistadt instinktiv das Richtige tat: Den roten
Kleber auf die Haube – schließlich hat Total Austria Keferböck stets unterstützt, da kann
man auch einmal in Vorleistung gehen. Längst ist es Teil der Motorsportgeschichte, dass nach dem Sensationssieg Total Austria die Unterstützung einer vollen ORM Saison 2018 in den Raum gestellt hat, schließlich wollte „Kefer“ eigentlich nur ein weiteres
„Jännnerrallye only“-Jahr anhängen, inklusive einem „Aufguss“ in Spanien.

 

Nicht hündisch treu, sondern zwischenmenschlich überzeugt

Eine nicht hündische, sondern sich natürlich ergebende Treue und das entgegengebrachte
Vertrauen hat nicht nur Total Austria gefallen. Eurosol Racing beispielsweise wurde
natürlich beibehalten, da man zusammenpasst. Und: Der regierende Vizestaatsmeister
Johannes Keferböck darf sich nun auch reifentechnisch unter die Arme gegriffen fühlen,
Keferböck erzählt: „Thomas Hummer von Pirelli war von unserer Arbeit begeistert, hat sich
stets interessiert gezeigt und so kam es schließlich zu einem Vertrag. Schön war auch,
dass Pirelli unbedingt den Vizemeister wollte und Thomas uns da auch mental schon
unterstützt hatte...“

Für Pirelli-Mann Thomas Hummer ist der Werksvertrag für Johannes Keferböck etwas,
das ohnehin längst fälllig gewesen sei: „Johannes hat immer auf unser Produkt vertraut -
seine Leistungskurve ist kontinuierlich angestiegen. Die Kooperation mit Škoda Austria
passt gut zu unserem Konzept. Natürlich hoffen wir, dass es so erfolgreich weitergeht.
Man muss aber auch dazusagen, dass es zwischenmenschlich einfach eine Freude ist,
mit Johannes zusammenzuarbeiten. Er hat bislang nie eine Unterstützung von uns
bekommen...“

 

Armin Schwarz als "Wohlfühlermöglicher"

Das Zwischenmenschliche. Die Freude am Sport. Die Optimierung als Wohlfühlfaktor. All
das zieht sich im Projekt, man könnte auch sagen im Leben des Johannes Keferböck
durch wie ein roter Faden. Daher war es auch wenig überraschend, dass Ilka Minor keine
Sekunde lang überlegen musste, als es darum ging, bei „Kefer“ einzusteigen. Denn im
Grunde treffen mit Keferböck und Minor zwei „Berufsoptimierer“ aufeinander. Keferböck
als Vermögensberater, Minor als Sport- und Mental-Coach. Wenn man einen der
Beteiligten über das Projekt sprechen hört, geht die Faszination von der zielgerichteten
Optimierung aus – und dem möglicherweise dahintersteckenden Geheimrezept. Dazu
kommt die für alle Beteiligten spannende Frage: Wie steil und wie lang wird die Lernkurve
des Johannes Keferböck noch sein? Was ist noch möglich?

Genau hier setzte Johannes an – und fügte ein weiteres Element hinzu: einen Fahrer-
Coach. Und natürlich nicht irgendwen. Denn niemand geringerer als Armin Schwarz
konnte als Coach gewonnen werden – wobei der kultig-eigenbrötlerische Deutsche ganz
und gar nicht überredet werden musste. Denn mit seinem ganzheitlichen Zugang passt er
perfekt zu diesem sich selbst wachsen lassenden Projekt. Genau darum geht es auch
Armin Schwarz: „Ich habe Johannes und seine beachtliche Lernkurve natürlich mitverfolgt.
Und ich finde es gut, dass er im Bereich des Fahrens weitere Optimierungen finden
möchte. Genau darum geht es mir auch: Es geht nicht darum, wo jemand Zeit verliert – es
geht darum, wie man es schafft, dass sich der bzw. die Fahrer wohl fühlen im Auto, dann
nämlich gewinnen sie ganz automatisch Zeit.“

Konkret wird am 2. Jänner ein Test abgehalten, bei dem sich Armin Schwarz aktiv, so etwa
als Co von Johannes einbringen wird. Die Frage, wie steil und wie hoch die Lernkurve des
Johannes Keferböck noch ausfallen könnte bzw. ob er glaubt, dass ein solcher Fahrer sich
bis an die echte Spitze heran optimieren kann, beantwortet Schwarz wie aus der Pistole geschossen: „Selbstverständlich geht das! Ich habe es schon öfter erlebt, dass Fahrer, wenn sie einen Weg finden, sich immer entspannter immer tiefer in die Materie zu
begeben, plötzlich in Bereiche vorgelangen, die ihnen davor niemand zugetraut hätte. Mit
Freude kommt Sicherheit, es arbeiten die richtigen Leute zusammen und schon geht’s
dahin. Ich freue mich auf jeden Fall sehr über diese Aufgabe – und werde dann wohl auch
bei der Jännerrallye zugegen sein.“

 

Ilka Minor sieht kein Ende

Schon vor dem Test am 2. Jänner wird Armin Schwarz übrigens mit Ilka Minor
telefonieren, denn „sie weiß ganz sicher, welche Optimierungsbereiche sich im Cockpit
abzeichnen“, sagt Schwarz. Ilka Minor liegt mit ihrem Zugang exakt auf der gleichen Linie
– statt einer „mentalen Kneipp-Kur“ gibt es eine Addition von Freude - das Projekt
Keferböck operiert im „Modus Freudentaumel“. Wenn der „Flow“ passt, weil die Reifen gut
gewählt, das Setup gut erstellt wurden, können Keferböck und Minor ihrer Leidenschaft
ohne jedes Limit frönen, wie ein Schifahrer im Tiefschnee. Die Freude ist die Energie – zur
Freude hin wird optimiert. Und Ilka ist überzeugt: „Wir sehen noch überhaupt kein Ende
der Lernkurve....“


Es ist übrigens auch eine Freude, über dieses Projekt zu schreiben. Es ist spannend, was
Johannes Keferböck und seine gut ausgesuchten Kollegen dem Piloten Keferböck im
optimalen Flow ermöglichen können. Es gibt keinen Stress. Keinen Druck – niemand wird
heuer ernsthaft einen Staatsmeistertitel einfordern. Selbst wenn es dazu eine sportlich
relevante Erklärung geben würde, käme diese Forderung im Projekt Keferböck nicht an.
Man muss nichts – wenn es passieren will, passiert es ohnehin. Let it happen, let it flow.
Irgendwie ist das Projekt Keferböck auch eine Band. Eine Haltung. Und ob man das in
einer Presseaussendung schreiben darf - diese Frage stellt halt niemand - daher darf
man, was man dürfen möchte. Es geht immer um den Flow und um den Wohlfühlfaktor. Er
ist die Atmosphäre, die all das, was passieren kann, passieren wird, ermöglicht. Und los:
1,2,3,4.....oder wie die Surfer sagen: Hang loose.

 

Jännerrallye von 4. bis 6. Jänner

Los geht die ORM-Saison mit der Jännerrallye von 4. bis 6. Jänner - dort kehrt Johannes
Keferböck also an jenen Platz zurück, an dem 2018 das "Märchen" begann.