FREISTADT/STEYR. Spektakuläre 1. Etappe der 71. Int. Österreich Rundfahrt von Grieskirchen nach Freistadt. Dominik Hrinkow sorgte mit gezielter Attacke für 7 Mann starke Ausreißergruppe. Brändle mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch im Krankenhaus. Movistar mit Favoritensieg ...

Nachdem Grieskirchen schon 2015 erstmalig Etappenort der Österreich Rundfahrt war, gab sich die internationale Radsportelite auch heuer wieder ein Stell-dich-ein. Nach dem Zieleinlauf einer der beliebtesten 6/24h-Radmarathons in Österreich setzte sich der Tourtross um 13.00 Uhr in Bewegung. 138,8 Kilometer mit 2147 Höhenmeter waren zu bewältigen. Ein Terrain, welches dem sportlichen Leiter des Teams Hrinkow Advarics Cycleang, Josef Benetseder, bestens bekannt ist. Galt dieses doch jahrelang seinem Trainingsgebiet als aktiver Profi.

Dominik Hrinkow konnte dessen Anweisungen prompt umsetzen und bereits auf der Runde des 24h Radmarathons für die entscheidende Gruppe des Tages sorgen. Gleich 6 Fahrer setzen sich mit dem Steyrer ab, darunter renommierte Teams wie Dimension Data oder auch Matthias Brändle von Israel Cycling. Dieser kam wenig später leider zu Sturz und musste auf Verdacht eines Schlüsselbeinbruches ins Krankenhaus gebracht werden. „Dominik sorgte für eine perfekte Präsentation unseres Teams auf der oberösterreichischen Heimetappe. Für uns wirklich wichtig, da zum Einen Grieskirchen mit den zahlreichen Zusehern für Gänsehaut-Stimmung sorgte, zum Anderen auch die Teamkollegen für die kommende Tage motivierte“, so der sportliche Leiter Josef Benetseder.

Die Ausreißergruppe harmonierte hervorragend und konnte erst auf den Finalrunden in Freistadt gestellt werden. „Grieskirchen hat uns sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt, aber auch während der Etappe waren sehr viele Zuschauer am Straßenrand. Dies gab zusätzliche Motivation, einen Ausreißversuch zu wagen. Dass schon die erste Attacke voll aufging, mit dem habe ich selbst nicht gerechnet“, so Hrinkow, welcher seine 11. Österreich Rundfahrt bestreitet.

Den Sieg im Massensprint holte sich der spanische Movistar Profi Carlos Barbero. Der Sprintspezialist setzte sich hauchdünn vor Emils Liepins (Wallonie - Bruxelles) und Pieter Vanspeybrouck (Wanty - Gobert) durch. Jonas Rapp, der Mann fürs Gesamtklassement bei Hrinkow Advarics kam ohne Zeitverlust ins Ziel.