STEYR/FUSCHERTÖRL. Jonas Rapp fährt am Großglockner auf Rang 12! Kürzeste Etappe der Rundfahrt mit dramatischem Finale. Vorjahressieger Ben Hermanns gewinnt ...

Die Ski Metropole Radstadt im Salzburger Land war Startort der 4. Etappe der 71. Int. Österreich Rundfahrt. In der langen Geschichte der Österreich Rundfahrt war Radstadt bisher zweimal Etappenort. Im Jahr 1989 gewann der Deutsche Jens Heppner, Tour de France Etappensieger und Träger des Maglia Rosa beim Giro d’Italia, den Sprint in Radstadt und ein Jahr später triumphierte bei der 42. Ö-Tour der Tscheche Ludek Styks im Sprint eines Führungsduos. Nach dem Start am Stadtplatz in Radstadt ging es über den Dientner Sattel über die Mautstation Ferleiten zum über 13 Kilometer langen Anstieg aufs Fuscher Törl, wo auch der Glocknerkönig gekürt wurde. Mit 103,5km ist die Glockneretappe die Kürzeste, aber mit 3293 Höhenmeter sehr anspruchsvoll.

Im Gegensatz zu den letzten Tagen dauerte es eine gefühlte Ewigkeit bis die Gruppe des Tages, welche 7 Mann stark war, stand. Doch gleich nach dem Dientner Sattel machte das Feld ernst und holte Fahrer um Fahrer ein. Ein richtiges Ausscheidungsrennen entwickelte sich ab der Mautstation aus einem bereits 25 Mann dezimierten Feld. Ständige Attacken prägten den Rennverlauf. Am Ende sah Ben O’Connor (Dimension Data) als der sichere Sieger aus, als plötzlich Ben Hermans (Israel Cycling) mit einem Kraftakt aufschloss und 200m vor dem Ziel an O’Connor vorbei ging. Lediglich 2:40 Minuten dahinter fährt Jonas Rapp vom Team Hrinkow Advarics Cycleang auf Position 12 über die Linie. Damit lässt er internationale Größen des Radsports hinter sich und bestätigt einmal mehr sein großes Talent.

„Es machte eine Zeit lang den Anschein als könne Jonas unter die Top 5 fahren. Mir blieb im Betreuerauto beinah das Herz stehen“, so der sportliche Leiter Josef Benetseder. „Platz 12 ist eine Sensation und ich glaube auf den verbleibenden 2 Etappen ist noch mehr drinnen.“

Auch im Gesamtklassement, welches der Belgier Hermans nun anführt, liegt Rapp auf Rang 12.

„Ich konnte lange Zeit die harten Attacken der World Tour Fahrer mitgehen. Erst kurz vor dem Ziel ging mir die Kraft aus und musste reißen lassen. Mit Rang 12 bin ich super zufrieden“, so Jonas Rapp nach dessen Zieleinlauf.