STEYR. Was am 18.08.2012 bei der 1:3-Niederlage in der OÖ-Liga in Eferding begann, konnte zu diesem Zeitpunkt niemand so recht abschätzen. Reinhard Großalber feierte sein Debüt im Tor des SK Vorwärts. Es sollte daraus eine, in dieser Zeit bereits unübliche, Langzeitverbindung bleiben ...

Am Ende des 1. Spieljahres stand auch bereits das erste große gemeinsame Highlight zu Buche. Der Meistertitel in der OÖ-Liga und die damit verbundene Rückkehr in die Regionalliga Mitte mit Trainer Adam Kensy und der Nr. 1 Reinhard Großalber, mit damals 26 Jahren im besten Spieleralter.

307 Partien später steht nach einem 2:0-Heimerfolg gegen den Kapfenberger SV, der sensationelle 3. Rang in der 2. Bundesliga ebenso auf der Vita, gekrönt von der Auszeichnung zum „besten Torhüter der Hinrunde 2019/2020“ – Reinhard Großalber, Kapitän des SKV.

Nach 17 Jahren bei nur drei Vereinen (USC Seitenstetten, SV Sierning, SK Vorwärts Steyr) beendet Großalber seine aktive Karriere, die zuletzt durch den Corona-Virus ausgebremst wurde. Hinter Alexander Danninger hat sich der Kapitän auch Rang 2 in der Bestenliste der Einsätze seit dem Wiederbeginn gesichert. Beeindruckende Zahlen, die beweisen, dass der SK Vorwärts damit einen „echten Vorwärtsler“ verabschiedet, der sich bis zuletzt vorbildlich, in höchstem Maße engagiert und motiviert gezeigt hatte, um sich permanent zu verbessern. Nun erfolgt dies nicht mehr auf dem Platz, sondern im Rahmen seiner Torwarttrainer-Ausbildung, um die er sich nun intensiver weiter bemühen wird.

„Mein Augenmerk wird in Zukunft auf die Förderung und Entwicklung von jungen Törhüter sein. Dazu werde ich jetzt die bereits begonnenen Ausbildungen fortsetzen, um dann auch bald wieder als Trainer am geliebten Rasen zu stehen!“ so Großalber.

"Es waren wundervolle 17 Jahre Kampfmannschaftsfußball in 3 verschiedenen Vereinen, für die ich mich bei allen meinen Wegbegleitern herzlichst bedanken möchte. Danke an alle meine Trainer, Physios, Ärzte und Mitspieler, die mich zu einem besseren Tormann gepusht haben, aber noch viel wichtiger: mir Impulse gegeben haben um mich auch als Mensch weiter zu entwickeln - ich bin so unendlich dankbar, dass ich so viel von euch lernen durfte.“ sagt Rey zum Abschied.

"Besonders die Fans des SK Vorwärts haben es dem Keeper in den vergangenen Jahren angetan, auch manchmal sportlich schwierige Zeiten zu überstehen: Am meisten in Erinnerung werden mir sicher die vielen Siegesfeiern und Humpa Tänze vor der Südtribüne bleiben. Vielen Dank an alle Fans für die lautstarke und tatkräftige Unterstützung in all den Jahren - ihr seids wirklich die besten: „Vorwärts beats Corona“ stellt das wieder einmal unter Beweis."

Für die Klubveranwortlichen kommt dieser Schritt nicht unerwartet, hatte man sich bereits in der jüngsten Vergangenheit mehrfach darüber ausgetauscht. Neben dem Bedauern, einen großartigen Sportler zu verlieren, freut sich der Verein jedoch über die vielen großen Siege, die herausragenden Saves, die schmerzhaften Niederlagen, die zusammengeschweißt haben, mit Großalber gefeiert zu haben.

"Es tut natürlich sehr weh, wenn ein echter Vorwärtsler wie Reini die Bühne Volksstraße verlässt. Wenn jemand so lange, so viel für einen Verein leistet, dann wünscht man sich natürlich, dass das nicht endet aber auf Grund der vielen Gespräche in den letzten Wochen und Monaten und der Tatsache, dass er sich auf dem höchstmöglichen sportlichen Niveau verabschieden kann, nachdem er im Herbst zum „Torhüter der Hinrunde“ in der 2. Liga gewählt wurde, verstehe ich diese Entscheidung und weiß auch, dass sie ihm selbst alles andere als leichtgefallen ist."

"Im Namen des Vorstandes und des gesamten Vereins kann ich mich an dieser Stelle nur für das jahrelange Engagement, den Zusammenhalt auch in schwierigen Zeiten, seine Leistungsbereitschaft im Zusammenspiel mit Beruf, Familie und SKV bedanken. Auch ganz persönlich möchte ich mich für die Zusammenarbeit, für die Gespräche, Diskussionen als Kapitän und Anführer und auch in seiner Rolle als Sportbeirat bedanken und wünsche ihm Gesundheit und Freude für die Zukunft. Ich hoffe sehr, dass wir ihm, gemeinsam mit unseren Fans, sehr bald den gebührenden Abschied bereiten können, den er sich verdient hat." so Jürgen Tröscher.