STEYR. Mit großem Unverständnis reagiert die ÖVP Steyr auf den SP-Antrag zur zwangsweisen Abtretung von Baugrund für sozialen Wohnbau. Neben dem unzureichend eingebrachten Gemeinderatsantrag ...

und der dadurch entstandenen Verwirrung und mehreren Abänderungsanträgen dürfte es der SPÖ auch inhaltlich nicht ganz ernst gewesen sein. So wird etwa die Tatsache außer Acht gelassen, dass alleine die städtische GWG 470 Leerstände verwaltet. Noch nicht berücksichtigt sind 240 im Bau befindliche Wohnungen und Leerstände anderer Wohnungsgenossenschaften bzw. privater.

Nicht nur aufgrund dieser Tatsache nährt sich der Verdacht der Symbolpolitik. Bei aktuellen sozialen Wohnbaukosten von 1400 bis 1700 Euro kann der Grundstückspreis nicht als Preistreiber bezeichnet werden. Völlig realitätsfremd sind ebenso die eingebrachten Grundstücksgrößen. Auf 2500 qm ist kein sozialer Wohnbau zu realisieren, die geforderte Grenze also viel zu niedrig. Die Folgen für den Markt sind allen, nur der SPÖ nicht klar: Es werden immer weniger Gründe auf den Markt kommen und genau der gegenteilige Effekt eintreten: Die Preise für Bauland werden weiter massiv steigen.

Wir fordern die SPÖ Steyr daher auf: Nehmen Sie diesen Eingriff in fremdes Eigentum zurück, korrigieren Sie die Wohnpreise über die horrenden Abgaben und Gebühren, die den Steyrer Bürgern jedes Jahr vorgeschrieben werden und die mittlerweile im sozialen Wohnen die Nettomietkosten übersteigen.