STEYR. Am Landesgericht Steyr wurde ein Konkursverfahren über das Unternehmen STEYR MOTORS eröffnet, nachdem die chinesischen Eigentümer kein Geld für die Sanierung bereitstellen konnten. Fast 160 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs ...

Ende November - damals wurden die Schulden mit 23 Millionen Euro angegeben - war das Sanierungsverfahren, aus dem jetzt ein Konkursverfahren wurde, eröffnet worden. Mittlerweile wird von 30 Millionen Euro gesprochen, wogegen das Vermögen ca. 15 Millionen Euro betragen soll. Masseverwalter Norbert Mooseder strebt einen Verkauf des gesamten Unternehmens und den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze an.

Nationale und internationale Kaufinteressenten
Bereits während des Sanierungsverfahrens – wo ein Verkauf gesetzlich nicht möglich war - hätten sich schon Interessenten gemeldet, falls es zum Konkurs kommen sollte, so Mooseder. Es gebe bereits eine zweistellige Anzahl von Interessenten, „sowohl nationale als auch internationale“. STEYR MOTORS ist bekannt für die Produktion extrem leistungsfähiger, gleichzeitig aber sehr verbrauchsgünstiger Diesel- und Elektro-Hybridmotoren. Sie werden in Militärfahrzeuge, Spezialfahrzeuge, Busse und Boote eingebaut. „Aus heutiger Sicht gehe ich fix davon aus, dass wir das Unternehmen im Zuge des April diesen Jahres tatsächlich gut verkaufen können“, so Mooseder im Gespräch mit ORF-Redakteur Ronald Meyer.

Genug Aufträge bis 2021
Zuletzt sei es gelungen, genug Aufträge für die kommenden beiden Jahre an Land zu ziehen, sagte Mooseder. Der Masseverwalter geht davon aus, dass er bei einem Verkauf des Unternehmens für die Gläubiger mehr Geld als bei einem Sanierungsverfahren herausholen kann und spricht von 40 - 50 Prozent. Der Betrieb des Unternehmens wird vorerst weitergeführt. Wie viele Arbeitsplätze tatsächlich erhalten bleiben, werden die Verhandlungen mit den Interessenten zeigen – bis Mitte März werden konkrete Angebote erwartet.

Quelle: ooe.orf.at