SIERNING. Nature of Innovation (NOI) belebt die Gemeinden. Drei Abende lang machten sich seit Jahresbeginn bis zu 25 engagierte Personen aus dem Ort Gedanken um die Zukunft der Gemeinde – genauer gesagt: um die Belebung des Zentrums. Sie entwickelten dabei zum Teil detaillierte Prototypen zur Neugestaltung der Hochstraße, ...

... des Schlossplatzes und zur kreativen Belebung von Leerständen. Der Großteil der Ideen wird nun umgesetzt, eine Projektidee wird noch weiter vertieft.

Die Hochstraße soll verkehrsberuhigt werden und nicht mehr als Transitstrecke für den Durchzugsverkehr Richtung Linz dienen. Dazu werden bauliche Maßnahmen gesetzt. Die bestehenden Parkplätze werden umgestaltet und sollen nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen. Im Bereich des Schlosses soll für Fußgänger mehr Raum und Komfort geschaffen werden.
Zusätzlich ist eine Begrünung mit „Urban-Gardening“ mit Marillen, Beerensträucher und ähnlichem angedacht.  Im unteren Bereich der Straße soll ein Platz für einen temporären Markt geschaffen werden.

Sierninger Künstler übernimmt die Gestaltung
Der Schlossplatz zwischen Kirche und Schloss soll vor allem kommunikativer gestaltet werden. Dazu könnten beitragen: mobile – zum Teil überdachte Sitzgelegenheiten für Passanten aller Altersstufen, Skulpturen zum Klettern und Grünflächen. Die bestehenden Parkplätze werden umgestaltet und sollen nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen. Im Bereich des Schlosses soll für Fußgänger mehr Raum und Komfort geschaffen werden. Zudem gibt es Ideen, mit einer Beleuchtung der Fassade des Schlosses Akzente für ein noch angenehmeres Ambiente zu setzen. Für die Gestaltung konnte der Sierninger Künstler Karl Reiter gewonnen werden.

Noch in der Warteschleife befindet sich das Projekt Kulturtanke. Dabei ist geplant, bestehender Leerstände mit Events wie Musik, Ausstellungen oder Lesungen neu zu bespielen. Lokale Kulturschaffende könnten damit vor den Vorhang geholt werden. Eine Reihe von möglichen Lokalitäten wurde bereits identifiziert, die Eigentümern sollen demnächst kontaktiert werden.

In einem weiteren Workshop am 8. April wird das Projekt Ortsmarketing Sierning behandelt. Ähnlich wie Einrichtungen in Steyr (Stadtmarketing) oder Enns und St. Valentin wird eine professionelle Marketingeinrichtung nun auch für Sierning überlegt.

Moderiert wurden das Projekt von einem Team der Fachhochschule Steyr, geleitet wurde das Projekt von den beiden Sierninger Unternehmern Helmut Landgraf und Christian Engel.

Manfred Kalchmair, Bürgermeister: „Ich bin begeistert, wie sehr sich die SierningerInnen und Sierninger für Ihren Ort engagieren und sich auf etwas Neues wie Nature of Innovation einlassen. Die Leute jammern nicht einfach über die Entwicklung des Ortszentrums, sondern sie nehmen die Dinge in die Hand und gestalten etwas, das realistisch ist, das Sinn macht du das weit mehr ist als die gewünschte Wiederherstellung von Zuständen, die realistischer Weise nicht mehr wiederherzustellen sind. Vieles von dem, was da entwickelt wurde, nehmen wir dankbar an und setzten es um. Wir machen Sierning damit einfach Stück für Stück lebenswerter und attraktiver.“

Andreas Kupfer, Gesamtleiter NOI: "Was wir bei Nature of Innovation gelernt haben: Wenn es um die Gestaltung des eignen Umfelds geht, legen die Leute ein enormes Engagement und viel Kreativität an den Tag. Das sehen wir hier und bei anderen Ortsentwicklungsprozessen. Was mich sehr freut, der Schwerpunkt liegt bei allen Projekten auf Ideen die das Zusammenleben und die Begegnung von Menschen zum Ziel haben. Darauf sollten wir und die Gemeinden auch über das Ende von Nature of Innovation hinaus aufbauen. Wichtig ist, dass der Prozess wissenschaftlich fundiert geplant und durchgeführt wird und man gleichzeitig die Leute ungezwungen arbeiten und Ideen sammeln lässt."

Helmut Landgraf, Projektleiter: „Der eigene Ort lässt kaum jemanden kalt. Es war beindruckend, wie groß das Interesse der Sierningerinnen und Sierninger an der Zukunft ihrer Gemeinde ist. Die Ideen für die Neugestaltung und Belebung haben alle Hand und Fuß. Wenn man an vielen kleinen Schrauben dreht, kann man auch etwas bewegen."

Christian Engel, Projektleiter: „Es war beeindruckend zu sehen, mit welchem Engagement und Energie die Teilnehmer zu Werke gegangen sind.“

Fotos © NOI