STEYR. Wie bereits im April dieses Jahres, verweigerte das Magistrat Steyr nun erneut die Anbringung eines Transparentes auf dem Brückengeländer an der Citypoint-Kreuzung. Erneut entsteht dabei eine schiefe Optik ...

Wie bereits in den letzten Jahren organisiert der Verein Grüngürtel statt Westspange, die einzige staatlich anerkannte NGO aus Steyr, auch heuer ein Sonnenblumenfest, am 20. Juli beim Biobauernhof Staffelmayr. Erwartet werden wieder eine Menge Besucher, die sich für die Erhaltung eines lebenswerten Steyrs, aber auch für alternative Verkehrssysteme interessieren und sich zum Stand der geplanten Westspange informieren wollen.

"Steyr ist eine Autostadt!" meint der Bürgermeister
Nun, so ein Fest will natürlich auch beworben werden. Dazu wollte der Verein "Grüngürtel statt Westspange" ein Transparent an der City-Point-Kreuzung anbringen, was aber vom Magistrat Steyr, so wie auch letztes Jahr, abgelehnt wurde. Auf eine Begründung, warum hier keine Genehmigung seitens der Stadt Steyr erteilt wird, wartet der Verein noch immer. Offensichtlich ist der Verein "Grüngürtel statt Westspange" samt seinen Initiativen der vor allem roten Stadtpolitik ein Dorn im Auge. Lieber akzeptiert man das Bewerben von Veranstaltungen, die sich ums Auto drehen, um möglichst viele der in den Steyrer Autobetrieben beschäftigten Menschen vermeintlich bei Laune zu halten und an die Partei zu binden. Steyr ist ja eine „Autostadt“, so die Aussage des Bürgermeisters.

Doch immer lauter werden aufgrund des Klimawandels die Rufe nach einer Sinnesänderung. Verkehrs- sowie Energiewende sind in aller Munde und werden schon längst nicht mehr nur von ein paar Ökospinnern vertreten. Das zeigt, dass der Verein "Grüngürtel statt Westspange" von Anfang an das richtige Programm vertreten hat, nämlich die Forderungen nach einem Stopp beim Bau von neuen Straßen wie der Westspange und stattdessen nach einer konsequenten Förderung des öffentlichen Verkehrs und einem Ausbau von Radwegen, mit dem Ziel einer nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität in der gesamten Stadt Steyr. Dass das funktioniert, haben andere Städte auch international schon längst bewiesen. Steyr ist hier leider Schlusslicht.

Der Verein wird es überleben, keine Erlaubnis für die Anbringung eines Transparents zur Ankündigung des Sonnenblumenfestes zu bekommen. Die Frage ist nur, wie lange es die rote Stadtregierung noch überleben wird, moderne Verkehrspolitik und Klimaschutz auf kleinliche und trotzige Art mit Füßen zu treten und damit ein sehr fragliches Bild im Hinblick auf Demokratieverständnis und überkommenen Zukunftsvisionen abzugeben. Man wird sehen ...