STEYR. Der gemeinnützige Makerspace Steyr bietet bestehenden und künftigen Vereinsmitgliedern ab Juli ein weiteres technologisches Highlight zur Realisierung verschiedenster spannender Projekte. Der Philanthrop und Geschäftsführer Ferdinand Wieser (BMD Systemhaus) und ...

... der Hersteller der Technologie, der asiatische Konzern Shining 3D, haben dieses Sponsoring in fünfstelliger Höhe ermöglicht.

Ab sofort verfügt die Hightech-Werkstatt im Museum Arbeitswelt über einen hochprofessionellen 3D Scanner, mit dem dreidimensionale Objekte gescannt werden können – dies sogar inklusive deren Oberflächentextur. Im Idealfall können die so entstandenen digitalen Kopien direkt, etwa mittels 3D Druck- oder CNC-Verfahren, gefertigt werden, wobei auch dies im Makerspace möglich ist.

Vereinsvorstand Sebastian Schuster, der die Sponsoring-Agenden managt und die Branchenriesen zusammenbrachte zeigt sich hocherfreut über das Engagement der Unternehmen: “Dank der großzügigen Unterstützung dieser zweier Sponsoren erweitern sich unsere Möglichkeiten enorm.”

Der nun geschaffene Zugang zu dieser Technologie durch einen gemeinnützigen Verein stellt damit ein Novum dar und freut auch den Sponsor und BMD-Geschäftsführer, Ferdinand Wieser: “Beständiges und eigenverantwortliches Lernen, Weiterbilden und Experimentieren mittels neuer Technologien ist für unsere Gesellschaft in so vielen Bereichen essentiell, dass es mich besonders freut, hier in unserer Region einen sinnvollen Beitrag leisten zu können.”

Konkrete Anwendungsfälle für die neue Technologie sieht man im Verein viele: So haben beispielsweise Besitzer von älteren Maschinen und Geräten oft das Problem, dass das den Defekt verursachende Bauteil nicht mehr produziert wird. Diese Teile könnte man nun 3D scannen, digital mittels Software reparieren und anschließend für die Reparatur reproduzieren. Auch Prototypen, die perfekt zur Geometrie eines bestehende Objektes passen müssen, können damit realisiert werden.

Und nicht nur der bloße Zugang zu diesen Maschinen und Geräten ist die Stärke der High-Tech-Werkstatt im Museum Arbeitswelt: “Der Lern- und Entwicklungsprozess beim gemeinschaftlichen Realisieren derartiger Projekte mit neuester Hard- und Software ist enorm und geschieht im Makerspace meist im Rahmen spielerischer bzw. kreativer Auseinandersetzung mit diesen Technologien. Ein Makerspace an sich ist daher immer ein Ort des Lernens, der Kreativität und des Miteinanders”, erklärt Vorstandsmitglied Sebastian Schuster.

Bei der Übergabe des Gerätes wurde mit den Sponsoren, dem Makerspace Steyr und der HTL Steyr eine der aufwändigsten Arbeiten des Steyrer Stahlkünstlers Michael Blümelhuber, die Metallplastik “Menschheitszukunft”, 3D gescannt. Ziel war es, ein hochauflösendes 3D Modell inklusive der vollständigen Oberflächentextur zu erhalten, wobei man Letzteres mangels Zeit nicht ganz abschließen konnte - dies möchte man daher in naher Zukunft nachholen.

Mag. Clemens Hanserl, Industriedesigner, Lehrer in der HTL Steyr und selbst Makerspace-Mitglied erklärt den Hintergrund zur Aktion mit dem Makerspace: “Zwei Diplomandinnen haben sich unter anderem die Digitalisierung dieses Werkes zum Ziel gesetzt und neben den technischen Möglichkeiten innerhalb der HTL interessieren uns natürlich auch immer wieder neue Verfahren und Geräte, dieser Termin hat sich dafür somit perfekt geeignet.” Die hochauflösende digitale Version der Metallplastik könnte in Zukunft sogar in einem der renommiertesten Museen des Landes zu sehen sein, diesbezüglich gab es bereits erste Gespräche.
Beim Termin referierte der Direktor der HTL Steyr, Dipl.-Ing. Dr. Franz Reithuber vor Schülern und Sponsoren über dieses besondere Kunstwerk Blümelhubers und präsentierte im Detail die neuesten Forschungsergebnisse.

Der Makerspace Steyr, betrieben durch den gemeinnützigen Verein Steyr-Werke im Museum Arbeitswelt, wurde mit Hilfe des Vereins Fazat im Rahmen des Innovationsprozesses Steyr 2030 und der Unterstützung vieler namhafter Unternehmen aus dem In- und Ausland ermöglicht. Auch Fazat-Obmann und Nationalrat Ing. Markus Vogl freut sich mit dem Verein: “Ich möchte Herrn Wieser und dem BMD Systemhaus für sein Engagement danken und betonen, dass es mich besonders freut, dass abermals ein Unternehmen den Sinn und Nutzen dieses Vorzeigeprojektes erkannt hat und aus Überzeugung einen großzügigen Beitrag zur weiteren Entwicklung dieser Institution geleistet hat.”

Wer sich für eine Mitgliedschaft im Makerspace Steyr oder etwa eine Besichtigung interessiert, kann sich per E-mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an den Verein wenden. Den Veranstaltungskalender mit den wichtigsten Terminen findet man auf www.steyr-werke.at.

Fotos © Steyr-Werke
Direktor Dipl-Ing. Dr. Reithuber von der HTL Steyr referierte über Blümelhubers Werk



Mag. Clemens Hanserl und Direktor Dipl.-Ing. Dr. Franz Reithuber von der HTL Steyr



Stenzel Niels vom Co-Sponsor Shining 3D beim Scannen der Metallplastik Menschheitszukunft von Blümelhuber