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Die Leistungsbilanz der Steyrer Beschäftigten

STEYR. Der Präsident der AK OÖ Dr. Johann Kalliauer und der Steyrer AK-Bezirksstellenleiter Mag. Gerhard Klinger, M.B.L. zeigten kürzlich die tollen Leistungen der Steyrer Beschäftigten auf und wiesen auf ...

regional-typische Besonderheiten hin.

Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus den Bezirken Steyr-Stadt und Steyr-Land erbringen enorme Leistungen – ob sie in der Reinigung, am Bau, in der Produktion, im Büro oder in der Forschung tätig sind. Ohne sie stünde alles still. Ohne sie gäbe es keine Wertschöpfung. Darum hat die AK OÖ die Leistungsbilanz der Beschäftigten aus den beiden Steyrer Bezirken erstellt.

Von den 64.392 Einwohnern/-innen (Stand 1.1.2016) im erwerbsfähigen Alter von 15 bis 64 Jahren aus den Bezirken Steyr-Stadt und Steyr-Land waren im Jahresdurchschnitt 2016 39.312 Menschen unselbständig beschäftigt (21.456 Männer und 17.856 Frauen). Im Vergleich zum Jahr zuvor ist die Beschäftigung um 0,9 Prozent gestiegen. Die Erwerbsquote liegt mit 77,2 Prozent (2015) über dem Landesdurchschnitt von 76,6 Prozent.

Im Bezirk Steyr-Land haben etwas mehr als 31 Prozent der Beschäftigten einen Teilzeitjob, in der Stadt Steyr sind es 27,8 Prozent die niedrigste Quote aller oberösterreichischen Bezirke. Die Teilzeitquote bei den Frauen ist deutlich höher: Von den in der Stadt Steyr wohnenden Arbeitnehmerinnen waren 2015 fast 48 Prozent teilzeitbeschäftigt – auch das ist der niedrigste Anteil aller Bezirke –, im Bezirk Steyr-Land sogar 54,5 Prozent (Männer: 10,7 bzw. 10,9 Prozent).

Die Steyrer Beschäftigten sind überaus produktiv

Was die Steyrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vollbringen, kann sich sehen lassen. Betrachtet man die Produktivität in 31 ausgewählten Unternehmen mit mehr als 49 Beschäftigten, so zeigt sich ein beeindruckendes Bild: Die Pro-Kopf-Wertschöpfung (also jener Betrag, der pro Kopf erwirtschaftet wird) lag im Jahr 2015 bei mehr als 82.000 Euro. Zieht man davon die durchschnittlichen Personalkosten ab, bleiben diesen 31 Unternehmen jährlich immer noch mehr als 20.000 Euro pro Mitarbeiterin und Mitarbeiter.

Beschäftigungsentwicklung im Arbeitsmarktbezirk Steyr

Die Beschäftigungsentwicklung im Arbeitsmarktbezirk Steyr ist merklich schlechter wie im Landesdurchschnitt: Bei den Frauen stieg die Zahl der Beschäftigten im Zeitraum 2008 bis 2016 um 7,3 Prozent. Bei den Männern gab es 2009 bedingt durch die Wirtschaftskrise erhebliche Beschäftigungseinbußen. Noch immer sind um 0,6 Prozent weniger Männer beschäftigt als vor der Wirtschaftskrise. Das ist in keinem anderen oberösterreichischen Bezirk der Fall.

Arbeitslose bemühen sich, wieder einen Job zu finden

Zusätzlich zu den 3846 Arbeitslosen befanden sich im vergangenen Jahr 818 Personen in Schulungsmaßnahmen des Arbeitsmarktservice und 67 Jugendliche suchten eine Lehrstelle. Die registrierte Arbeitslosigkeit beträgt 8,9 Prozent und liegt damit deutlich über dem Landesdurchschnitt. Gegenüber 2015 ist die Zahl der Arbeitsuchenden allerdings um 53 Personen bzw. 1,1 Prozent gesunken. Den 3846 Arbeitslosen standen 524 offene Stellen gegenüber. Der Stellenandrang lag damit bei 7,3 Arbeitslosen pro freier Stelle – das ist deutlich höher als im Landesdurchschnitt (3,6 Arbeitslose pro offener Stelle) und der mit Abstand höchste Stellenandrang aller Bezirke.

Wie sehr sich die Arbeitslosen aus dem Bezirk Steyr bemühen, möglichst rasch einen Job zu finden, zeigt sich beispielsweise daran, dass 53,4 Prozent der Arbeitsuchenden innerhalb von drei Monaten eine neue Beschäftigung finden. Die Verweildauer in der Arbeitslosigkeit ist im Bezirk Steyr im vergangenen Jahr um 22 Tage auf 137 Tage gestiegen. Im Landesdurchschnitt ist die Verweildauer um acht Tage gestiegen und liegt nun bei 111 Tagen.

Viele Steyrer nehmen weite Arbeitswege auf sich

Im Heimatort finden 17,8 Prozent der unselbständig Beschäftigten aus dem Bezirk Steyr-Land und 58,6 Prozent der Beschäftigten aus der Stadt Steyr einen Arbeitsplatz. 63,9 Prozent der unselbständig Beschäftigten aus Steyr-Land und 41,4 Prozent der Arbeitnehmer/-innen aus dem Bezirk Steyr-Stadt pendeln aus ihrem Heimatbezirk aus – davon jeweils rund 9,5 Prozent in ein anderes Bundesland.

Viele Pendler/-innen haben es mit großen Entfernungen zu tun. Etwa 35 Prozent der Beschäftigten aus dem Bezirk Steyr-Land und rund 28 Prozent aus dem Bezirk Steyr-Stadt pendeln jeden Tag mehr als 40 Kilometer und jeweils rund neun Prozent fahren sogar mehr als 100 Kilometer zu ihrem Arbeitsplatz. Für sie kostet die berufliche Mobilität nicht nur Zeit, sondern auch viel Geld.

3390 Beschäftigte verdienen trotz Vollzeit unter 1700 Euro

Etwa 3390 Arbeiter/-innen und Angestellte aus den Bezirken Steyr-Stadt und Steyr-Land, davon deutlich mehr als die Hälfte Frauen, verdienten 2015 trotz ganzjähriger Vollzeitbeschäftigung monatlich weniger als 1700 Euro (14 Mal pro Jahr). Das sind 14,1 (Stadt) bzw. 12,3 Prozent (Land) aller ganzjährig Vollzeitbeschäftigten (Frauen jeweils rund 23 Prozent, Männer 9,6 bzw. 7,8 Prozent).

Selbst bei ganzjähriger Vollzeitbeschäftigung verdienen Frauen im Bezirk Steyr-Stadt um 25,3 Prozent weniger als Männer. Im Bezirk Steyr-Land beträgt der Unterschied sogar 29,8 Prozent. Im landesweiten Bezirksvergleich liegt Steyr-Stadt bei der Höhe der Fraueneinkommen auf Platz vier, Steyr-Land auf Platz sieben (von 18).

Fazit und Forderungen

Die Leistungsbilanz der Steyrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus beweist, dass sie die mit Abstand wichtigsten Leistungsträger/-innen in den beiden Bezirken sind. Es ist höchste Zeit, diese Tatsache nicht nur öffentlich bewusst zu machen und anzuerkennen, sondern daraus auch die angemessenen wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen zu ziehen.

Für ihre tagtäglich erbrachten Leistungen wollen die Arbeitnehmer/-innen die ihnen zustehenden Gegenleistungen:
• Ordentliche Entlohnung
• Einhaltung der Arbeitsrechtsansprüche
• Soziale Sicherheit

Denn es ist nicht zu akzeptieren, dass die Absicherung bei Krankheit, Arbeitslosigkeit oder in der Pension ständig in Zweifel gezogen wird. Immerhin zahlen sich die Arbeitnehmer/-innen ihre soziale Absicherung zum überwiegenden Teil selber. Darüber hinaus fordert die Arbeiterkammer Oberösterreich für die Beschäftigten Lohngerechtigkeit (u.a. durch rasche kollektivvertragliche Anhebung der Mindestlöhne) und Steuergerechtigkeit (u.a. durch Senkung der viel zu hohen Abgaben auf Arbeit).

Die Steuerreform 2016 war ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Gerechtigkeit. Dennoch bleibt die Schieflage im österreichischen Steuersystem bestehen. Denn nach wie vor tragen die Beschäftigten den Großteil des Steueraufkommens, während Großkonzerne und Superreiche verschont bleiben. Die AK fordert daher weitere Maßnahmen, wie etwa die Millionärssteuer und eine Wertschöpfungsabgabe.


Im Bild v.l.n.r.: Gerhard Klinger, Johann Kalliauer    Foto: (c) AK OÖ

 

 

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