Oben von links: Maria Hofstätter (Foto © Hans Kogler) und Martina Spitzer (Foto © Mihai Mitrea).

STEYR. Am Donnerstag, 22. Jänner 2026, um 19:30 Uhr lädt das Museum Arbeitswelt zur Auftaktveranstaltung des Bildungs- und Kulturprogramms 2026 ein: Die Schauspielerinnen Maria Hofstätter und Martina Spitzer lesen Bertolt Brechts zeitlosem Werk „Flüchtlingsgespräche“ – seine Fragen nach Flucht, Identität und Zugehörigkeit berühren heute mehr denn je.

„Der Paß ist der edelste Teil von einem Menschen…“ – Mit diesen Worten beginnt Bertolt Brechts berühmtes Werk Flüchtlingsgespräche. Zwei deutsche Emigranten, Ziffel der Intellektuelle und Kalle der Arbeiter, treffen sich im Bahnhofsrestaurant von Helsinki. Dort diskutieren sie mit subtilem Humor und scharfsinnigen Wortspielen über Politik, Philosophie und Religion – und über die eigene Lage im Exil.

Warum heute?
Die Fragen, die Brecht vor fast 80 Jahren stellte, sind aktueller denn je: Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht vor Krieg, Terror und Klimakatastrophen. Grenzen, Pässe und die Suche nach Sicherheit bestimmen ihr Leben. Brechts Text entlarvt die Absurditäten von Bürokratie und Macht – und erinnert uns daran, wie fragil die Idee von Heimat und Zugehörigkeit ist.

Über Bertolt Brecht
Bertolt Brecht (1898–1956) zählt zu den bedeutendsten Dramatikern des 20. Jahrhunderts. Er floh 1933 vor den Nationalsozialisten ins Exil – eine Erfahrung, die seine Werke prägte. Flüchtlingsgespräche ist ein literarisches Zeugnis dieser Zeit und zugleich ein Spiegel unserer Gegenwart.

Die Mitwirkenden
Maria Hofstätter und Martina Spitzer zählen zu den profiliertesten Schauspielerinnen Österreichs. Beide stammen aus Oberösterreich und haben ihre Vielseitigkeit in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen sowie auf renommierten Bühnen unter Beweis gestellt. Für ihre herausragenden Leistungen wurden sie mehrfach ausgezeichnet.

WANN: Donnerstag, 22. Jänner, Beginn: 19:30 Uhr
WO: Museum Arbeitswelt, Wehrgrabengasse 7, 4400 Steyr
TICKETS: VVK 20,- / AK 24,- (Vorverkauf im Online-Shop des Museums oder direkt an der Museumskassa)

 

 

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