• BEZIRK: STEYR, STEYR-LAND
Oben: Eva Muckenschnabel (links) und Ilse Vollnhofer. Foto © OÖRK.

STEYR/STEYR-LAND. Die Hospizarbeit der Bezirksstellen Steyr-Stadt und Steyr-Land ist geprägt von Menschlichkeit, Empathie und einem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse von schwer kranken und sterbenden Menschen.

Im Oktober 2025 schlossen zwei engagierte Mitarbeiterinnen – Eva Muckenschnabel und Ilse Vollnhofer – ihre Hospizausbildung beim Roten Kreuz ab. Nun teilen sie ihre Erfahrungen und Beweggründe, die sie zu dieser wichtigen Aufgabe geführt haben.

Die mittlerweile pensionierte Eva Muckenschnabel blickt auf eine 35-jährige Tätigkeit in einer Ordination zurück. In ihrer beruflichen Laufbahn hatte sie immer mit Menschen zu tun und erlebte dabei auch viele Schicksalsschläge mit. Für Eva ist die Mitarbeit im Roten Kreuz – insbesondere im Hospizbereich – eine Herzensangelegenheit.

„Der wertschätzende und achtsame Umgang miteinander gibt mir das Gefühl, Teil von etwas Sinnvollem zu sein“, erklärt sie. In ihrer Arbeit legt sie großen Wert auf Menschlichkeit und Zeit zum Zuhören – etwas, das in der Begleitung von kranken oder sterbenden Menschen besonders wichtig ist. Der verheirateten Mutter von zwei Kindern gibt ihre Familie die Kraft, aus der sie schöpfen kann. „Die Liebe und Unterstützung, die ich in meiner Familie erfahre, möchte ich auch an andere Menschen weitergeben – insbesondere jenen, die Nähe und Wärme benötigen“, fügt Eva hinzu.

Ilse Vollnhofer hat gemeinsam mit Eva die Hospizausbildung abgeschlossen. Sie engagierte sich bereits vor ihrer Hospizarbeit als freiwillige Mitarbeiterin bei „Essen auf Rädern“. Während dieser Tätigkeit entdeckte sie ihre Freude und Leidenschaft im Umgang mit älteren Menschen. Die Entscheidung, sich im Hospizbereich zu engagieren, bot ihr auch die Möglichkeit, eigene Ängste und Bedenken rund um das Thema Sterben zu bearbeiten. Nun, mit der abgeschlossenen Ausbildung, fühlt sie sich befähigt, den Menschen, die sie begleitet, ein Stück ihrer Angst zu nehmen.

„Ältere Menschen haben mich schon immer berührt. Es ist mir persönlich ein großes Anliegen, dass schwer kranke oder sterbende Menschen nicht alleine sein müssen, wenn sie niemanden haben und nicht alleine sein wollen“, erzählt Ilse Vollnhofer. „Die notwendige Energie für diese Arbeit geben mir meine Familie und gute Freunde“, fügt sie hinzu. Weitere Kraft sammelt Ilse beim Radfahren in der Natur.

Ein berührendes Feedback einer Klientin beschreibt Ilse als „wichtigen Anker“ und „Fixpunkt“ in ihrem Leben. Solche Rückmeldungen sind für sie eine Bestätigung und motivieren sie, diese freiwillige Hospizarbeit mit Herzblut auszuführen.

Auch Wunschmobil-Fahrten werden von freiwilligen Hospizmitarbeiterinnen und -mitarbeitern begleitet. Dabei handelt es sich um ein Projekt, bei dem Menschen ihre letzten Wünsche verwirklichen können – etwa einen Besuch an einem besonderen Ort oder ein Wiedersehen mit geliebten Menschen. Weitere Informationen zum Wunschmobil finden Sie unter: [bitte Link einfügen].

„Wir sind stolz darauf, solche engagierten Mitarbeiterinnen in unseren Reihen zu haben“, sagt OMR Dr. Urban Schneeweiß. „Auch heuer startet wieder eine Ausbildung für die Arbeit im Mobilen Hospiz. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich in einem Erstgespräch näher zu informieren“, erklärt der Rotkreuz-Bezirksstellenleiter.

Wer sich sozial engagieren und Teil des Teams des Mobilen Hospiz werden möchte, ist herzlich eingeladen, sich beim Roten Kreuz zu melden. „Wir haben die passende Jacke – in der richtigen Kragenweite – für viele verschiedene Aufgaben“, heißt es vonseiten der Bezirksstelle Steyr-Stadt. Weiterführende Informationen zum freiwilligen Engagement im Roten Kreuz finden Interessierte auf www.passende-jacke.at oder direkt an der Bezirksstelle Steyr-Stadt bei Judith Mayr, Koordinatorin des Mobilen Hospiz Steyr-Stadt & Steyr-Land, unter der Telefonnummer 0664/8234274 .

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