STEYR. Am Mittwoch (13. Okt.), las Bachmann-Preisträgerin Nava Ebrahimi auf Einladung des Vereins Literaturschiff im Kulturverein Röda. Einer der laut Bachmannpreis-Jury „spannendsten Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur“ begeisterte das Publikum mit ihrer Nahbarkeit, ihrem Humor und ihrer Offenheit ...

Das Buch aus dem Ebrahimi las, trägt den Titel „Das Paradies meines Nachbarn“. Darin geht es um drei Männer, ihre schicksalhaften Verstrickungen, es geht um Verantwortung, Identität, Fremdheit und Ignoranz. Die Autorin, die als Dreijährige mit ihren Eltern aus dem Iran nach Köln flüchtete und seit 2012 in Graz lebt, sprach über die Entstehung des Romans. Sie gab Einblicke zum Bachmann-Lesewettbewerb, aus dem sie als Gewinnerin für ihren Text „Der Cousin“ herausging.

Im Gespräch mit Susanne Pollinger ging Ebrahimi unter anderem auf die Herausforderung ein, als Autorin und Mutter bestehen zu können. Ebrahimi, die heuer eine vielbeachtete Rede zur Wiedereröffnung des Burgtheaters gehalten hatte, sprach über die Frage, wie sich Schmerz erzählen lässt, ohne Menschen und ihr Leid auszubeuten. Sie präsentierte sich dem Publikum als nahbare, empathische und beeindruckende Autorin.

Christian Gsöllradl-Samhaber, Geschäftsführer des Verein Literaturschiff zeigte sich stolz darüber, mit Nava Ebrahimi schon die dritte Bachmann-Preisträgerin nach Oberösterreich geholt zu haben. Mit Karin Peschka, die am Freitag, 15.10.21 in Eferding liest, kommt eine weitere dazu. Alle Infos zum Literaturschiff unter www.literaturschiff.at .