STEYR. Wir erinnern uns in Bezug auf den neuen Tabor-Knoten - an das Frühjahr 2011: „Wir werden die Detailplanung noch im Spätherbst bei Bürgergesprächen vorstellen“, sagt Bürgermeister Gerald Hackl (SP). Der Rathauschef will auf eine breite Diskussion mit der Bevölkerung vor der Umsetzung Wert legen. Sollte er das wirklich gewollt haben, dann hat er es in der Zwischenzeit verdrängt ...

 

Interessant auch der Zeitplan. Die Politik lebt wohl in einer Art Paralleluniversum, wo der Spätherbst im Mai des Folgejahres stattfindet.

Die Bevölkerung hat sich die breite Diskussion auch anders vorgestellt, Fakt ist, dass die „Elite“ der hiesigen Politik im viel zu kleinen Foyer der Steyrer Sporthalle keine breite Diskussion wollte, sondern die verblüffte Bevölkerung vor vollendete Tatsachen stellte. In der Folge wurden alle Bedenken sowie 6000 Unterschriften gegen ein kleines Detail der Planung einfach vom Tisch gewischt.

Dass die Bevölkerung, um eine breite Diskussion einfach betrogen, inzwischen sauer ist, ist den Zuständigen von Stadt und Land egal, Hauptsache, die Baustelle kommt endlich.

Was aber, wenn der T-Knoten nicht funktioniert, rein hypothetisch? So utopisch ist die Idee nicht, wie viele Unfälle genau hat es denn gedauert, bis die T-verknotete Glanzlösung bei der Nordspange in aller Eile um nur noch 2 Millionen Euro in einen Kreisverkehr umgebaut wurde? Der Experte sagt, das werde am Tabor nicht passieren. Was sagte der Experte bei der Nordspange?

Liebe Politiker von Stadt und Land, die "breite Bevölkerung", mit der ihr gar so gerne breit diskutiert, wünscht am Tabor einen Kreisverkehr; und hört bitte auf, uns mit dem dämlichen halbabgesenkten Kreisverkehr zu langweilen. Ein nicht Abgesenkter tut‘s auch.

Die Fußgänger sind intelligenter, als ihr glaubt. Schließlich kommen diese auch heute schon über die Kreuzung, ohne permanent überrollt zu werden. Und die Radfahrer ..... für die sind, grob geschätzt, im Knoten, alles zusammen, vielleicht 500m Radweg geplant. Und dann? Gibt es in der Peripherie irgendwo einen Anschluss - Radweg? Trotzdem wird dem Radfahrer im Kreuzungsbereich der rote Teppich ausgerollt. Der Radweg beginnt und endet im Nirwana. Cui bono? Wem nützt das?

 

Der Inhalt diese Leserbriefes wurde von der Redaktion nicht auf Richtigkeit und/oder Vollständigkeit geprüft und stellt nicht notwendiger Weise die Meinung der Redaktion dar. Für Rückfragen stehen wir per mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! jederzeit zur Verfügung.