LESERBRIEF. Am 11.7. feierten Stelzer und Haimbuchner den Baubeginn des Weyrer Tunnels. Das Projekt ist mit 53,7 Mio € veranschlagt. Die tatsächlichen Kosten werden weit darüber liegen. Die Weyrer Bevölkerung leidet zweifelsfrei unter einem Verkehrsproblem ...

Der LKW-Verkehr von Mautflüchtlingen verstopft rund um eine Straßenengstelle den Verkehr. Der Marktplatz versinkt in Abgasen, Lärm und einer Blechlawine. Die Lösung von Stelzer und Haimbuchner: ein Tunnelbau, damit die Transit-LKWs in Zukunft schneller um die Weyrer Engstelle kommen. In der Folge werden noch mehr Transit-LKWs das Ennstal durchfluten und in Gaflenz im Stau stehen.

Wieso schützt die Politik nicht die Weyrer Bevölkerung indem sie den LKW-Transitverkehr unterbindet? Durch eine flächendeckende LKW-Maut, durchsetzbare LKW-Transitverbote und die Förderung des Güterverkehrs auf der Schiene. Wieso zerstören Stelzer und Haimbuchner den Lebensraum Ennstal mit unserem Steuergeld? Weil sie einen Kniefall vor der Transitlobby machen. Der Weyrer Tunnel ist im Zusammenhang mit weiteren Bauprojekten zu sehen: mit der Westspange Steyr, Ausbau der B309 zwischen Steyr und der A1, einer weiteren Donaubrücke bei Mauthausen und an den Bundesstraßen im Enns- und Steyrtal.

Wir alle sehen die schlimmen Folgen des Klimawandels, ausgelöst vor allem durch vom Verkehr verursachte CO2-Emmissionen. Anstatt den LKW-Verkehr zu reduzieren lassen Stelzer und Haimbuchner einen Tunnel für noch mehr LKW-Verkehr bauen. Sie löschen das von ihrer desaströsen Verkehrspolitik mit ausgelöste Klima-Feuer mit einem weiteren Schuss Benzin.

Als Bewohner der Nachbar- und Nationalparkgemeinde Großraming hoffe ich, dass viele Ennstaler:innen diesem politischen Irrsinn nicht tatenlos zusehen und sich bei Initiativen wie „daHuatbrennt“ aktiv gegen diese Zerstörung unserer Lebenswelt engagieren.

Christian Zickbauer
Umweltbürgerliste Großraming

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