LESERBRIEF. 180.000 Euro investierte die Stadt Steyr in einen Radweg entlang der Damberggasse zwischen der Fuchsluckengasse und dem Arbeiterberg. Neben der verbesserten Anbindung des Stadtteils Ennsleite ans Zentrum könnte dieser auch Teil einer attraktiven Radverbindung zur Waldrandsiedlung sein ...

Eine Problemstelle ist jedoch stadtauswärts die zweispurige Einmündung der Michael-Vogl-Straße in die Damberggasse. Hier müssen Fußgänger und Radfahrer beim Queren der Michael-Vogl-Straße bei schlechten Sichtbeziehungen ungeschützt zwei KFZ-Fahrstreifen queren. Einen Zebrastreifen oder eine Radüberfahrt gibt es nicht, was insbesondere für Kinder und Ältere schwierig und gefährlich ist.

Auf Anregung von Mobiltätsstadträtin Judith Ringer und Gemeinderat Harald Peham arbeiteten die Stadtplaner im Magistrat eine Lösung aus, die eine Verengung auf eine Spur vorsieht - dies ist nach den entsprechenden Planungsvorschriften (RVS) für die Einrichtung eines sicheren, ungeregelten Übergangs für Fußgänger und Radfahrer erforderlich. Zwei Monate wurde diese Lösung erprobt - seitens der Fachabteilung für Stadt- und Verkehrsplanung ist hierzu festgestellt worden, dass diese Umsetzung möglich ist, ohne dass im Alltag Verspätungen im städtischen Busverkehr, noch ein Verkehrschaos im Autoverkehr entstehen. Nun wurde der Probebetrieb im Verkehrsausschuss mit den Stimmen von SPÖ und FPÖ abrupt beendet, weil es aus Sicht dieser Parteien zu gefährlichen Situationen gekommen sein soll. Die Radlobby Steyr hält jedoch klar fest, dass die nun wiederhergestellte, ungeschützte Querung der beiden KFZ-Fahrspuren die Gefahrenquelle für Fuß- und Radverkehr ist.

Bis jetzt hat sich die Radlobby Steyr nämlich absichtlich aus dem Thema „Radweg am Voglberg“ rausgehalten. Heute melden wir uns doch zu Wort, obwohl wir uns wegen so einer Kleinigkeit nicht gern zwischen die politischen Parteien werfen.

Wie sollen wir erst die Klimaziele von Paris schaffen, wenn wir schon an kleinen Maßnahmen zur Förderung der aktiven, CO2-neutralen Mobilität scheitern? Bürgermeister Markus Vogl hat im persönlichen Gespräch erklärt, dass er am Ende seiner Amtszeit 20 % Radfahranteil haben will. Zur Information - im Augenblick haben wir 4 %!

Wenn Hr. Bgm. Vogl das ernst nimmt, muss er spätestens jetzt seinen Genoss:innen erklären, dass die Radsaison im Oktober noch nicht vorbei ist. Sogar in Finnland fährt man das ganze Jahr mit dem Rad zur Schule. Dazu braucht es aber durchgängig sichere Wege, woran es in Steyr noch fehlt. Wir, die Radlobby Steyr, fordern aber genau das und nicht das Zanken um symbolische Stellen!

Wir hoffen, dass unser Bürgermeister wie ein Löwe um dieses ehrenwerte Ziel kämpft. Unsere Unterstützung hat er jedenfalls!

Die Steyrer Radlobby.

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