STEYR-LAND. Am Vormittag des 19. Juli wurden die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Schwaming um 09:30 Uhr mit dem Einsatzstichwort "Tierrettung Groß" zu einem tragischen Einsatz alarmiert. Ein Pferd war im Bereich eines steilen Waldstücks über eine etwa 10 bis 15 Meter hohe Böschung gestürzt.
Beim Eintreffen am Einsatzort fanden die Kameraden das Tier in einem stark verwachsenen und abschüssigen Gelände vor. Für das Tier kam leider jede Hilfe zu spät, denn der bereits verständigte Tierarzt konnte nur noch den Tod des Pferdes feststellen. Zuvor waren von einem nahen Bauernhof entlaufene Hunde bellend auf den Wallach losgegangen, der in einer Gruppe mit zwei weiteren Pferden von den Besitzern am Halfter geführt wurde. Die Tiere gerieten in Panik, der Wallach konnte sich von seinem Besitzer losreisseen und stürzte in der Folge eine steile Böschung. Das Tier wurde dabei so schwer verletzt, dass es an den Verletzungen erlag.
Aufgrund der schwierigen topografischen Lage wurde zur Bergung des verunglückten Tieres der technische Zug der Freiwilligen Feuerwehr Steyr mit dem schweren Rüstfahrzeug (SRF) nachalarmiert. Es wurde ein Zugang zur Böschung geschaffen, indem ein Weg freigeschnitten wurde.
Die Pferdebesitzerin wurde vom SVE-Team (Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen) betreut, das ebenfalls zum Einsatz nachgefordert wurde. Solche Einsätze zeigen, dass Feuerwehrarbeit nicht nur Technik und Einsatz bedeutet, sondern oft auch emotionale Stärke erfordert.
Foto © FF Schwaming. 