STEYR/STEYR-LAND. Mit der Umstellung auf die Winterzeit hat in Steyr und den Umlandgemeinden Sierning, Garsten und Dietach die Zahl der Dämmerungseinbrüche deutlich zugenommen. „Die Intensität der Einbrüche nahm schlagartig zu“, bestätigt Stadtpolizeikommandant Christian Moser im Gespräch mit e-steyr.

Seit dem 26. Oktober wurden in den genannten Gemeinden insgesamt 25 Dämmerungseinbrüche gemeldet – acht davon im Stadtgebiet von Steyr. Betroffen sind vor allem Ein- und Mehrfamilienhäuser. Die Täter dringen bevorzugt zwischen 16 und 21 Uhr über Terrassentüren oder ebenerdige Fenster ein. Laut Polizei gehen die Einbrecher äußerst leise und gezielt vor, offenbar mit guter Vorbereitung.

Die Polizei konzentriert sich bei ihren Streifen aktuell verstärkt verdächtige Beobachtungen in Wohngebieten. Festnahmen konnten bislang jedoch noch keine verzeichnet werden. „Zwar liegen wir derzeit noch leicht unter dem Niveau von 2024, aber wenn die aktuelle Häufung anhält, könnte sich das rasch ändern“, so Moser. Bereits im Vorjahr war gegenüber 2023 ein signifikanter Anstieg der Dämmerungseinbrüche festgestellt worden.

Um sich vor Dämmerungseinbrüchen zu schützen, gibt die Polizei folgende Empfehlungen:

  • Beleuchtung aktiv nutzen: Außenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern und Zeitschaltuhren im Haus schrecken Täter ab.
  • Fenster und Türen stets versperren: Auch bei kurzer Abwesenheit – besonders im Erdgeschoß – alle Zugänge sichern.
  • Wohnung bewohnt wirken lassen: Zeitschaltuhren für Licht, Radio oder TV sorgen für den Eindruck von Anwesenheit.
  • Wertsachen sichern: Keine Schmuckkästchen oder Bargeld offen liegen lassen; Wertgegenstände fotografieren und sicher verwahren.
  • Nachbarn einbeziehen: Auf ungewöhnliche Geräusche oder Fahrzeuge achten und bei Verdacht sofort 133 (alternativ 110) wählen.

Die Stadtpolizei Steyr bittet um erhöhte Wachsamkeit: „Ein aufmerksamer Nachbar ist oft die beste Alarmanlage“, so Moser abschließend.

 

 

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