Foto © TEAM FOTOKERSCHI / WERNER KERSCHBAUMMAYR

LINZ / LINZ-LAND. In der Nacht auf Dienstag ist in einer Halle eines Recyclingunternehmens zwischen Linz-Neue Heimat und Traun ein Großbrand ausgebrochen. Rund 150 Einsatzkräfte von Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren standen stundenlang im Einsatz, um die Flammen einzudämmen. Verletzt wurde niemand, wie auch ooe.orf.at berichtet.

Kurz nach Mitternacht schlugen Anrainer Alarm, als sie Feuerschein über dem Betriebsgelände bemerkten. Beim Eintreffen der ersten Kräfte der Berufsfeuerwehr Linz stand ein größerer Teil der Halle bereits in Vollbrand. Binnen weniger Minuten wurden zusätzliche Feuerwehren nachalarmiert – insgesamt rückten zehn Freiwillige Feuerwehren aus der Umgebung an, um die Berufsfeuerwehr zu unterstützen.

Der Brand stellte die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen: Mehrere Löschwasserleitungen mussten gelegt werden, Drehleitern und Hubrettungsfahrzeuge kamen zum Einsatz, um das Feuer auch von oben zu bekämpfen. Durch einen schnellen, koordinierten Löschangriff über mehrere Gebäudeseiten gelang es schließlich, die Ausbreitung der Flammen zu verhindern. Besonders gefährdet war die zentrale Pressanlage des Betriebs. Laut Einsatzleitung bestand für umliegende Wohnhäuser zu keiner Zeit Gefahr.

Die enorme Hitze führte dazu, dass Teile des Hallendachs einsturzgefährdet waren und Betonwände sich sichtbar wölbten. Ein Betreten der Halle war während der Nacht ausgeschlossen. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten gestalten sich schwierig und dauern voraussichtlich noch den ganzen Dienstag an. Im Laufe des Tages soll schweres Gerät eingesetzt werden, um Zugang zu den gepressten Abfallballen zu schaffen. Diese müssen ins Freie gebracht und einzeln abgelöscht werden, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Rund um den Einsatzort waren mehrere Straßen, darunter der Bäckermühlweg, die Neubauzeile und die Rubensstraße, gesperrt. Die Polizei übernahm neben der Verkehrsregelung auch die Ermittlungen zur Brandursache. Aufgrund der massiven Schäden ist jedoch noch völlig unklar, wie das Feuer entstanden ist, so ooe.orf.at.

Die Einsatzkräfte rechnen mit einem stundenlangen Einsatz, die Untersuchungen der Brandursache laufen auf Hochtouren.

Fotos © TEAM FOTOKERSCHI / WERNER KERSCHBAUMMAYR

 

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