LINZ-LAND/OÖ/ERNSTHOFEN. Dem Landeskriminalamt Oberösterreich (Ermittlungsbereich Diebstahl) ist nach mehrmonatigen Ermittlungen ein Schlag gegen eine mutmaßliche Einbrecherbande gelungen. Drei kroatische Staatsbürger sollen für insgesamt elf Einbruchsdiebstähle auf Baustellen und in Firmenobjekte in Oberösterreich verantwortlich sein.
Ausgangspunkt war ein Einbruch am 18. Oktober 2025 auf einer Baustelle am Gelände des Umspannwerks in Ernsthofen (NÖ). Die drei Beschuldigten – ein 32-jähriger Mann aus Linz, ein 25-Jähriger aus Wien und ein 26-Jähriger aus dem Bezirk Kirchdorf – sollen mehrere Container aufgebrochen und hochwertiges Elektromaterial aus verzinntem Kupfer im Wert von mehreren Tausend Euro gestohlen haben.
Da gegen einen der Männer bereits ermittelt wurde, konnten das LKA OÖ und die Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) das Trio unmittelbar nach der Tat festnehmen. Das gesamte Diebesgut wurde sichergestellt und an die Eigentümer ausgefolgt. Die drei Festgenommenen wurden nach den Vernehmungen in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.
Im Zuge weiterer Ermittlungen konnten den Beschuldigten insgesamt elf Einbrüche in Baustellen und Firmenobjekte in Oberösterreich zugeordnet werden. Beute waren vor allem Kupferkabel und Akkuwerkzeuge im Gesamtwert von mehreren Hunderttausend Euro.
Gegen den 25-jährigen Beschuldigten aus Wien besteht zudem ein aufrechter Europäischer Haftbefehl aus Deutschland wegen weiterer Baustelleneinbrüche.
Neben den mutmaßlichen Tätern wurden auch zwei Firmeninhaber aus dem Bezirk Linz-Land ausgeforscht, Vater und Sohn, die laut Polizei mehrfach gestohlene Gegenstände angekauft haben sollen. Beide werden wegen des Verdachts der Hehlerei der Staatsanwaltschaft St. Pölten angezeigt.