OÖ. Oberösterreich verzeichnete 2025 insgesamt 66.784 angezeigte Straftaten – ein Rückgang um 1,4 Prozent gegenüber 2024 (67.733). Die Aufklärungsquote blieb mit 60,7 Prozent auf hohem Niveau. 48.771 Tatverdächtige wurden ausgeforscht, der Anteil ausländischer Tatverdächtiger erreichte mit 42,9 Prozent einen neuen Höchststand.
Bei den Gewaltdelikten gab es ein Minus von 1,8 Prozent (10.345 Fälle), Gewalt in der Privatsphäre sank deutlich um 9,4 Prozent auf 2.460 Anzeigen. In knapp zwei Drittel der Fälle kannten sich Täter und Opfer. Stichwaffen waren mit 265 Delikten das häufigste Tatmittel. Sieben vollendete Morde wurden registriert.
Rückgänge meldet die Polizei auch bei Vergewaltigungen (–7,7 % auf 156 Fälle), Raubdelikten (–1,8 % auf 214 Fälle) und Gewalt gegen Beamte (–6 % auf 235 Fälle). Die Eigentumskriminalität ging leicht auf 19.071 Anzeigen zurück (–0,2 %). Auffällig ist aber ein massiver Anstieg bei Einbrüchen in Kellerabteile auf 845 Fälle (+82,6 %). Demgegenüber nahmen Kfz-Diebstähle deutlich ab (143 Fälle, –35,3 %), ebenso Taschen- und Trickdiebstähle (704 Fälle, –12,5 %).
Die Suchtmitteldelikte sanken um 12,1 Prozent auf 5.821 Anzeigen. Stark zugenommen hat hingegen die Internetkriminalität: Insgesamt wurden 8.480 Fälle angezeigt (+1 %), Cybercrime im engeren Sinn stieg um 24,5 Prozent auf 2.351 Delikte. Internetbetrug ging um 6,1 Prozent auf 4.714 Fälle zurück, Internet-Erpressung um 12,3 Prozent auf 385 Fälle.
In der Wirtschaftskriminalität verzeichnete die Polizei einen Anstieg um 3,6 Prozent auf 13.208 Fälle. Betrugsdelikte machten mit 8.732 Anzeigen den größten Anteil aus, Sozialleistungsbetrug stieg um 15 Prozent auf 497 Fälle.
Bei jungen Tatverdächtigen unter 21 Jahren zeigt sich im Jahresvergleich ein Rückgang: 2025 wurden 10.704 Personen registriert (2024: 11.499). Rückläufig sind insbesondere die Gruppen der 14- bis unter 18-Jährigen (5.131) und der 18- bis unter 21-Jährigen (4.090).
„Dieses hervorragende Ergebnis spiegelt die ausgezeichnete Arbeit aller Polizistinnen und Polizisten in Oberösterreich wider. Vor allem die neuerlich hohe Aufklärungsquote sollte für uns Bestätigung und Motivation zugleich sein. Besonders auffällig ist, dass es im Jahr 2025 keinen einzigen Bankraub gegeben hat“, sagt Gottfried Mitterlehner, Leiter des Landeskriminalamtes Oberösterreich, im Rahmen eines Pressegesprächs am 31. März 2026.