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Ein Video vom Großbrand zu Silvester in Traun wurde für Fake-News verwendet und ging viral. Foto © FOTOKERSCHI / MARKUS HAUSER.

LINZ-LAND. Ein Video des Wohnhausbrandes von Silvester 25/26 in Traun sorgt aktuell weltweit für irreführende Schlagzeilen in sozialen Netzwerken. Wie ein Faktencheck der APA ergab, zeigen die Aufnahmen in Wahrheit den Dachstuhlbrand eines Mehrparteienhauses in der Silvesternacht 2025/26 in Traun, werden online jedoch fälschlich als Beleg für einen Raketenangriff auf das Büro des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu verbreitet.

Wie die APA nach einer Fotorückwärtssuche berichtet, tauchte das Video in mehreren Sprachen – darunter Arabisch, Thai, Spanisch und Englisch – auf und erreichte bereits Zehntausende User. Ausgangspunkt dürfte ein TikTok-Account gewesen sein, auf dem der Clip mehr als 175.000 Aufrufe verzeichnete.

Tatsächlich stammt das Material von dem Brand in der Neujahrsnacht in Traun: Damals war das Dach eines mehrstöckigen Wohnhauses in Flammen gestanden. Die Polizei forschte wenig später einen 22-jährigen ungarischen Staatsbürger aus Linz aus. Er gab an, rund um Mitternacht mehrere Raketen abgefeuert zu haben, wobei eine in Richtung eines Balkons im dritten Stock flog und dort explodierte. Der dadurch ausgelöste Funkenflug setzte Balkon und Dach in Brand.

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