OÖ. Die Oberösterreichische Landesregierung setzt beim Jugendschutz weiterhin stark auf strukturierte Testkäufe. 2025 wurden landesweit 1.055 Testkäufe in Lebensmittelhandel, Tankstellen, Gastronomie und Tabakfachgeschäften durchgeführt. In 82,6 Prozent der Fälle wurden Alkohol und Tabak gesetzeskonform nicht an unter 16‑Jährige abgegeben – die Quote an unerlaubten Abgaben sank damit weiter auf 17,4 Prozent.
Jugendschutz-Landesrat Martin Winkler unterstreicht die Bedeutung der Kontrollen: „Der Schutz von Kindern und Jugendlichen hat für mich als Jugendschutz-Landesrat höchste Priorität.“ Und weiter: „Unser strukturiertes Testsystem mit fundierter Datenauswertung gilt österreichweit als Vorzeigemodell und unterstreicht die Vorreiterrolle Oberösterreichs im Jugendschutz.“
Für Handel, Tankstellen, Gastronomie und Tabakfachgeschäfte bedeutet das System mehr Aufwand bei Schulungen und Ausweiskontrollen – zugleich aber mehr Rechts- und Planungssicherheit. Verbesserungen zeigen sich in allen getesteten Branchen, besonders bei Tankstellenshops, Gastronomie und Tabakfachgeschäften.
Neben Alkohol und klassischen Tabakwaren wurden 2025 auch tabakfreie Nikotinbeutel getestet, im Rahmen eines Pilotprojekts zudem CBD-Produkte. Ab 2026 kommen E‑Zigaretten (Vapes) neu in das Testsystem. Winkler dazu: „Es ist wichtig, dass wir aktuelle Trends wie die E-Zigarette so schnell wie möglich in unserem Testsystem berücksichtigen.“