LINZ/OÖ. Eine gemeinsame Schwerpunktaktion der Landesverkehrsabteilung Oberösterreich und des Stadtpolizeikommandos Linz gegen illegales Fahrzeugtuning, übermäßigen Verkehrslärm und Tempoüberschreitungen endete mit einer deutlichen Bilanz: Zwischen 18. April 2026, 16 Uhr, und 19. April 2026, 1 Uhr, kam es zu zahlreichen Anzeigen, Kennzeichenabnahmen und einem Führerscheinentzug.
Die technische Überprüfung auffälliger Fahrzeuge wurde in der Kfz-Prüfstelle in der Linzer Goethestraße von Sachverständigen des Amtes der oö. Landesregierung durchgeführt. Insgesamt wurden 18 Fahrzeuge einer sofortigen technischen Überprüfung unterzogen. Bei zwölf Autos stellten die Experten schwere technische Mängel mit „Gefahr in Verzug“ fest – bei diesen Fahrzeugen wurden die Kennzeichen an Ort und Stelle abgenommen. In Summe wurden 85 Anzeigen wegen technischer Mängel erstattet.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Geschwindigkeitskontrolle. 256 Lenkerinnen und Lenker wurden wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit angezeigt. Besonders negativ fielen dabei folgende Messungen auf:
- 116 km/h bei erlaubten 50 km/h
- 124 km/h bei erlaubten 70 km/h
- 160 km/h im 100er-Bereich – dem Lenker wurde der Führerschein vorläufig abgenommen.
Zusätzlich stellten die Beamten der Straf- und Vollzugsabteilung (SVA) noch vor Ort Strafbescheide in vierstelliger Euro-Höhe aus.
Mit der Schwerpunktkontrolle will die Polizei ein klares Zeichen gegen illegales Tuning, übermäßigen Verkehrslärm und rücksichtsloses Rasen setzen. Weitere Kontrollen dieser Art wurden bereits in Aussicht gestellt.