LINZ/OÖ. Ermittler des Landeskriminalamtes Oberösterreich haben am 21. Mai 2026 in einem Linzer Hotel einen Fall von mutmaßlichem Menschenhandel und Zuhälterei im Rotlichtmilieu aufgedeckt. In einem Hotelzimmer wurden vier ungarische Staatsbürger angetroffen – drei Frauen im Alter von 22, 28 und 29 Jahren sowie ein 22-jähriger Mann.
Der 22-Jährige und die 29-jährige Frau wurden noch vor Ort wegen des Verdachts der Zuhälterei festgenommen. Bei den Einvernahmen ergab sich ein differenziertes Bild: Die 28-jährige Frau gab an, sie gehe der Prostitution freiwillig nach und müsse kein Geld an die beiden Verdächtigen abliefern.
Anders schilderte dies die jüngste der drei Frauen. Die 22-Jährige erklärte gegenüber den Ermittlern, sie übe die Prostitution nicht freiwillig aus. Seit Februar 2026 sei sie vom 22-jährigen Mann und der 29-jährigen Frau ausgebeutet worden. Ihren Aussagen zufolge habe sie den gesamten Lohn an die beiden abgeben müssen.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Linz wurden die beiden Festgenommenen in die Justizanstalt Linz eingeliefert. Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes Oberösterreich zu möglichen weiteren Hintermännern und Betroffenen dauern an.