PFARRKIRCHEN / STEYR-LAND. Am Feyregger Handymast in Pfarrkirchen herrscht reges Treiben: Die vier Storchenküken sind nun rund zweieinhalb Wochen alt – und das junge Quartett präsentiert sich sichtlich wohlauf. Mama- und Papastorch pendeln unermüdlich zwischen Nest und Nahrungsrevier, um die vier hungrigen Jungschnäbel zu versorgen.
Schichtbetrieb im Horst
Sobald einer der Altstörche von der Futtersuche zum Nest zurückkehrt, startet binnen weniger Sekunden der Partner wieder Richtung Wiesen und Felder. Auf dem Speiseplan der Jungstörche steht, was die Umgebung hergibt: Frösche, Würmer, Insekten, Mäuse oder kleine Fische.
Interessant dabei: Die Beute wird nicht im Schnabel, sondern im sogenannten Kropf und im Magen transportiert. Am Nest angekommen, würgen die Elternstörche das Futter in die Nestmulde, wo es von den Jungen selbstständig aufgepickt wird.
Von Steyr-Land Richtung Afrika
Bereits Anfang Juli werden die Jungstörche flügge sein und sich zunehmend auf ihre eigenen Beine – und Flügel – verlassen müssen. Ab Mitte August wartet dann das große Abenteuer: Gemeinsam mit anderen Artgenossen schließen sie sich einer „Reisegruppe“ an und ziehen in den Süden, bis nach Afrika. Damit endet das erste Kapitel im Leben der jungen Störche am Feyregger Handymast – und für die Beobachterinnen und Beobachter vor Ort eine besondere Natur-Geschichte direkt vor der Haustür.
Foto © Gerhard Hütmeyer.