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LINZ. Bereits im Juli 2025 führten das Stadtpolizeikommando Linz und der Magistrat eine umfassende Schwerpunktaktion zur Eindämmung der illegalen Wohnungs- und Hotelprostitution im Stadtgebiet durch. Im Zuge dieser Kontrollen stießen die Einsatzkräfte auf ein illegal betriebenes Massagestudio, in dem mehrere Frauen angetroffen wurden, die nicht zum Aufenthalt in Österreich berechtigt waren.

Illegales Massagestudio ausgehoben
Bei den betroffenen Frauen handelte es sich großteils um chinesische Staatsangehörige. Rasch stellte sich heraus, dass in den Räumlichkeiten nicht nur Massagen, sondern auch verbotenerweise Sexualdienstleistungen angeboten wurden. Der Verdacht der illegalen Prostitution verdichtete sich, woraufhin weitere Ermittlungen durch spezialisierte Einheiten aufgenommen wurden.

Verdacht auf Zuhälterei und Prostitutionshandel
Im Rahmen dieser Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht der Zuhälterei sowie des grenzüberschreitenden Prostitutionshandels. Bei mehreren Hausdurchsuchungen konnten umfangreiche Beweismittel sichergestellt werden, darunter größere Mengen Bargeld, mehrere Mobiltelefone und weitere IT-Endgeräte, die nun ausgewertet werden.

Chinesisches Netzwerk im Visier
Die Polizei geht davon aus, dass weitere chinesische Staatsangehörige in großem Stil Handel mit ihren weiblichen Landsleuten betrieben haben. Sie sollen die Frauen sowohl in Österreich als auch in Deutschland zur Sexarbeit gezwungen haben. Der Grenzübertritt sei überwiegend mit falschen oder gefälschten Dokumenten sowie mithilfe von Schleppern erfolgt – über die Route Serbien–Italien weiter nach Österreich und andere Staaten Mitteleuropas.

Mit falschen Versprechen nach Europa gelockt
Laut Ermittlungen waren die betroffenen Frauen in ihrer Heimat teils hochverschuldet und bereits massiv eingeschüchtert. Unter dem Vorwand, in chinesischen Lokalen in Österreich legale Arbeit zu erhalten und so ihre Schulden abbezahlen zu können, wurden sie nach Europa gelockt. Nach der organisierten Einreise nahm man ihnen die Reisepässe ab. In der Folge wurde ihnen ausschließlich der Weg in die illegale Prostitution in Aussicht gestellt.

Mehrere Festnahmen und umfangreiche Anzeigen
Nach intensiven Ermittlungen konnten bei der Staatsanwaltschaft Linz mehrere Festnahmeanordnungen erwirkt und schließlich auch vollzogen werden. Die Verdächtigen werden unter anderem wegen Zuhälterei, grenzüberschreitenden Prostitutionshandels, falscher Beweisaussage, Geldwäsche und Urkundenfälschung angezeigt. Weitere Erhebungen zu internationalen Verflechtungen und zur genauen Reiseroute der Frauen sind laut Polizei noch im Gange.

 

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