• BEZIRK: STEYR

Nach intensiver Vorarbeit und langwierigen Verhandlungen ist es dem Verkehrsbetrieb der Stadtbetriebe Steyr in enger Zusammenarbeit mit dem OÖVV gelungen, das Busliniennetz ab Schulbeginn um die Gemeinden und Ortsteile Dietach, Dietachdorf, St. Ulrich und Erdsegen zu erweitern. „Bei dieser interkommunalen Zusammenarbeit zwischen mehreren Gemeinden handelt es sich um ein bundesweit außergewöhnliches Projekt, die Zusammenarbeit aller Gemeinden, Organisationen und dem Land Oberösterreich war vorbildlich“, so Georg Stimeder, Betriebsleiter des städtischen Verkehrsbetriebs. Die städtischen Busse werden künftig aber nicht nur in Steyrer Umlandgemeinden unterwegs sein, auch das Steyrer Werk der BMW-Group wird noch besser angebunden. Ab Mitte September ist das Werk zu allen Schichtzeiten mit den Öffis erreichbar. 

Erweiterung des Liniennetzes in die Gemeinde Dietach
Steyrs Nachbargemeinde Dietach wird bald mit den Linienbussen der Stadtbetriebe erreichbar sein. Die Linie 9 (Bahnhof – Steyrdorf – Gleink) verkehrt zukünftig über die Haltestelle Dieselstraße und das Stadtgut Steyr nach Dietachdorf und Dietach. Bis zum Tabor wird die Linie entsprechend der bisherigen Linienführung 10 (ohne Stadtplatz) geführt. Ab dem Stadtgut verläuft die Strecke über die neu errichtete Fürschuß-Straße (Gartenbauersiedlung) und die Winklinger Straße. Stadteinwärts fährt der Bus über Gleink und den Wieserfeldplatz (Wieserfeldplatz – Mittere Gasse – Wiesenberg – Schwimmschulstraße) zum Bahnhof. Morgens wird entlang der Linie 9 annähernd ein 30-Minuten-Takt eingerichtet, tagsüber ab 8 Uhr verkehrt die Linie stündlich. In der morgendlichen Hauptverkehrszeit wird es auch kombinierte Kurse mit den Linien 4 und 5 geben. Dadurch ergibt sich im Bereich des Klosters Gleink stadteinwärts annähernd ein 15-Minuten-Takt. Die attraktive Taktung der Linie 9 kommt nicht nur den Schülerinnen und Schülern, sondern auch Beschäftigten des Steyrer Stadtguts zu Gute. 

Neue Buslinie 7 in die Nachbargemeinde St. Ulrich
Auch die Gemeinde St. Ulrich wird an das städtische Busnetz angebunden und künftig stündlich von der Linie 7 bedient. Diese verkehrt über den Stadtteil Neuschönau bis zur Kreuzung Eisenstraße / Ulrichstraße. Der weitere Streckenverlauf führt über die Ulrichstraße bzw. Grabenhofer Landesstraße bis zum Ortsteil „Am Damberg“. Ab der Haltestelle „Am Damberg“ wird auch der Ortsteil Erdsegen an das Liniennetz angebunden. Eine Endstation wurde in unmittelbarer Nähe zur Heidesiedlung eingerichtet. Stadteinwärts verkehrt die Linie ebenfalls über die Grabenhofer Landesstraße. Ab der Steyrer Stadtgrenze verläuft die Linienführung über die Eisenstraße. Morgens besteht zukünftig ein 30-Minuten-Takt, ab 8 Uhr ein Stundentakt. Die Linie 7 wird auch an Samstagen die Nachbargemeinde St. Ulrich im 2-Stunden-Takt an das Netz der Stadtbetriebe anbinden. Laut einer gemeinsamen Vereinbarung mit dem OÖVV wurde die Kernzone Steyr in St. Ulrich bis zur Endhaltestelle Heideweg verlängert. Kundinnen und Kunden der neuen Linie 7 können daher zu den regulären Steyrer Kernzonen-Tarifen das Busangebot der Stadtbetriebe nutzen. 

Attraktive Anbindung des BMW-Standorts Steyr
Um das Steyrer Öffi-Angebot für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BMW Group noch attraktiver zu gestalten, verkehrt die Linie 1 (Münichholz) in Zukunft täglich fünf Mal über das Tor 1 des BMW-Werks. Um umsteigefreie Expressverbindungen aus den Stadtteilen Tabor, Resthof, Gleink und Dornach zu ermöglich, werden auch die Linien 20 und 21 in Zukunft deutlich verstärkt und erweitert. Sie werden erweitert zu den Schichtwechseln im Steyrer BMW-Werk zwischen 13.30 und 15.30 Uhr sowie frühmorgens und spätabends verkehren. An Werktagen wird der Linienbetrieb bis etwa 0 Uhr verlängert. Durch dieses deutlich erweiterte Angebot der Linien 20 und 21 ergeben sich abseits des BMW-Schichtbetriebs auch für alle anderen Fahrgäste attraktive Möglichkeiten, wie zum Beispiel nach einem Theater- oder Kinobesuch. Einzelne Kurse der Linien 20 und 21 enden oder beginnen künftig beim BMW-Werk – sie werden dann auch das Tor 7 (Haltestelle Gusswerkstraße Süd) an das Netz der Steyrer Stadtbetriebe anbinden.

Geänderte und erweiterte Routen in den Steyrer Stadtteilen
Abseits der umfangreichen Linienerweiterungen kommt es ab 13. September auch innerstädtisch zu Verbesserungen und notwendigen Adaptierungen. So entfällt zukünftig zugunsten einer besseren Lesbarkeit unserer Fahrpläne die Linienbezeichnung 2/4 (Resthof - Tabor). Der zeitweise befahrene Streckenabschnitt über den Tabor (an Tagesrandzeiten) wird ab Schulbeginn ebenfalls als Linie 2a geführt. Fahrgäste dürfen sich außerdem über eine zusätzliche Fahrt an Werktagen freuen. Auf mehrfachen Kundenwunsch verkehrt die Linie 2b ab 13. September an Samstagen spät abends, sowie sonn- und feiertags ganztägig über den Steyrer Stadtplatz. Der zusätzliche Halt erfolgt nur bei der Fahrt stadtauswärts. Der Stadtplatz wird somit auch an Wochenenden noch besser angebunden. Verstärkerkurse wurden in den Fahrplan mit aufgenommen. An Schultagen (Montag – Freitag) wechselt die Taktung der Linie 2b ab 17:55 Uhr auf einen 30-Minuten-Takt, an Ferientagen ab 17:25 Uhr. 

Aufgrund zu geringer Ein- bzw. Ausstiegszahlen sowie einer ohnehin sehr guten Abdeckung durch die Linien 6 und 7 verkehrt die Linie 3 in Zukunft nicht mehr über den Hubergutberg in Richtung Stadtplatz. Die Streckenführung 3 wird mit der bisher gewohnten Linie 3b ident sein, wobei an Tagesrandzeiten und Wochenenden (ganztägig) Fahrten über den Steinbrecherring zum Bahnhof - und weiter auf den Steyrer Stadtplatz angeboten werden. Die Linienbezeichnungen 3a und 3b wird es ab 13. September nicht mehr geben, zugunsten einer besseren Lesbarkeit werden alle Fahrten als Linie 3 geführt. 

Aufgrund der beschädigten Pflasterung im Stadtteil Steyrdorf wird der Busverkehr durch die Kirchengasse ab September auf ein Minimum reduziert. So wird die Linie 4 zukünftig über den Schlüsselhof, Blümelhuberberg und die Taborschule direkt zur Wendeschleife auf den Knoglergründen geführt. Dadurch ergibt sich auch ein Mehrwert für alle Bewohnerinnen und Bewohner des Schlüsselhofs sowie der Knoglergründe. Die Rückfahrt erfolgt über die Kaserngasse und den Stadtteil Tabor zum Bahnhof. Die Linie 4 verkehrt künftig auch an Samstagen, die bisherige Linie 7 (Schlüsselhof) entfällt. Zudem wird die Haltestelle „Schlüsselhofgasse 49“ aufgelassen. Nur wenige Meter entfernt befindet sich die zentrale Haltestelle Blümelhuberberg.  

Mit der neuen Linie 4a fahren die Stadtbetriebe an Werktagen weiterhin zur Gleinker Gasse und Kirchengasse. Insgesamt vier Fahrten pro Tag dienen als Basisversorgung für den Bereich Roter Brunnen sowie als Angebot für mobilitätseingeschränkte Personen und Schülerinnen / Schüler des BRG Michaelerplatz. Ein Mittagskurs wird über den Tabor weiter bis zur Staffelmayrsiedlung geführt. 

Die Linie 5 (Gleink) wird wieder in beiden Fahrtrichtungen über die Feldstraße geführt. In Gleink erfolgt eine Kurzführung durch die Steiner Straße, um die Linie 5 zu beschleunigen. Bewohnerinnen und Bewohner des Streckenastes zwischen Mayrhofer-Straße und Feldstraße dürfen sich über eine Anbindung durch die Linien 5 und 9 freuen. Dank der beschleunigten Linienführung in Gleink kann bei der Rückfahrt der Bereich Michaelerplatz und Zwischenbrücken mit der Linie 5 erschlossen werden. Die Staffelmayrsiedlung wird auf mehrfachen Kundenwunsch bereits bei der Fahrt stadtauswärts (bisher stadteinwärts) bedient. Eine schnelle Erreichbarkeit der Siedlung in nur 10 Minuten (ab Bahnhof) kann somit verwirklicht werden. Zusätzlich gibt es im Frühverkehr auch eine direkte Verbindung zwischen Staffelmayrsiedlung und Bahnhof. Der Streckenabschnitt ins Steyrer Stadtgut wird in Zukunft nicht mehr von der Linie 5 bedient, sondern von der Linie 9 übernommen. 

Auf Wunsch zahlreicher Fahrgäste wird die Linie 10 zukünftig ab der Schwimmschulstraße über die Wehrgrabengasse und den Direktionsberg zur Haltestelle Frauengasse geführt. Die Haltestellen Kohlanger (Kreuzung Wehrgrabengasse/ Direktionsstraße) und Direktionsberg werden dabei wieder aktiviert. Der Stadtteil Wehrgraben und der Standort Steyr der FH Oberösterreich können dank dieser Ergänzung nun noch besser an das Liniennetz der Stadtbetriebe angebunden werden. 

Sommerfahrplan seit Sommer 2026 eingestellt
Dank deutlich gestiegener Fahrgastzahlen in den Sommerferien der vergangenen Jahre wurde vom Steyrer Gemeinderat bereits Ende 2025 beschlossen, den reduzierten Sommerfahrplan einzustellen. So sind bereits während der heurigen Schulferien keine Intervall-Dehnungen oder Linien-Zusammenlegungen mehr vorgenommen worden. Die Stadtbetriebe möchten auch während der Sommermonate möglichst viele Steyrerinnen und Steyrer vom Angebot des städtischen Busnetzes überzeugen. Im Vergleich zu den vergangenen Sommerferien wurde das Angebot entlang der Steyrer Hauptlinien somit verdoppelt.

In Summe stellen diese Neuerungen die umfangreichste Liniennetz-Erweiterung seit 2007 dar. „In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Steyr, den Gemeinden Dietach und St. Ulrich sowie dem Land Oberösterreich und dem OÖVV können die Stadtbetriebe Steyr ihren Kundinnen und Kunden zukünftig jährlich rund 100.000 zusätzliche Fahrplankilometer anbieten“, zeigen sich Markus Rechling-Greimel und Georg Stimeder von den Steyrer Stadtbetrieben erfreut.

 

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