STEYR. Während über 75% der impfbaren Bevölkerung (Quelle: https://info.gesundheitsministerium.at/impflage) ein gültiges Impfzertifikat vorweisen kann und damit einen aktiven Beitrag zur Pandemiebekämpfung leistet, demonstriert die von einem Rechtsextremisten mit Facebooknamen "Robert Börr" angeführte Minderheit auch in Steyr weiter. Und ist dabei vor allem eines: laut ...

Die als "Spaziergänge" getarnten Corona-Demos, sorgen links und rechts ihrer - für die Polizei jeweils nicht vorhersehbaren - Route, für mehr und mehr Unmut bei den Anrainern, was sich nicht nur in der erheblichen Lärmbelästigung am Sonntag Abend begründet. Auch die wachsende Gewaltbereitschaft der mit zahlreichen "Demonstrationstouristen" gespickten Melange aus Impfgegnern, Corona-Leugnern und rechtsextremen Profi-Demonstranten, gibt Anlass zur Sorge. Kürzlich wurden in Steyr vier Polizisten verletzt, als sie die Maskenpflicht kontrollieren wollten.

Regelmäßig begleitet wird der lärmende Demonstrationszug vom ehemaligen Steyrer Regionalfernsehen, das sich neuerdings "RTV Privatfernsehen" nennt, wie auf der Facebook-Seite des Senders ersichtlich wird. Dem Sender, das war von Betreiber und Gründer Christian Schott selbst unlängst in einem auf Facebook veröffentlichten Video zu hören, wird von zahlreichen Medien eine "Schieflage" in der Berichterstattung vorgeworfen, die der Sender selbst jedoch "so nicht spüre", so Schott.

Mit berechtigter Sorge sieht diese Entwicklung auch der Steyrer Bürgermeister Markus Vogl: "Das Grundrecht auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit ist in einer liberalen Demokratie unantastbar. Mit Rechten sind untrennbar auch Pflichten verbunden. Bürgermeister Klaus Luger (Bgm. Linz, Anm. Red.) und ich fordern, dass Ordner, die der Veranstalter stellen muss, die Einhaltung der Vorschriften gemeinsam mit der Polizei durchsetzen. Außerdem muss es Möglichkeiten geben, die Route und den Ort zu beschränken, damit die Menschen unserer Stadt sich nicht bedroht oder behindert fühlen.", so der Bürgermeister.