Oben von links: erhard Rumetshofer (Landessportdirektor), Alexander Reder (Judo-Talent), Sofia Polcanova (Tischtennis-Europameisterin), Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner, Emma Fleischanderl (Rhythmische Gymnastik-Talent), Silvia Ehrengruber (Coach und Funktionärin UJZ Mühlviertel), Patrick Rammerstorfer (ProActive, Strategie-Begleiter). Foto © Land OÖ/Charlotte Guggenberger

OÖ. Mit Jahreswechsel 2025/26 beginnt für das Sportland Oberösterreich ein neues Kapitel: Unter dem Motto „It’s up to me!“ tritt am 1. Jänner 2026 die neue OÖ-Sportstrategie 2032plus in Kraft. Sie löst die bisherige Strategie 2025 ab – und setzt noch stärker auf Vereinsförderung, Ehrenamt, Digitalisierung und moderne Strukturen.

Statt einer reinen Leistungsstrategie versteht das Land Sport nun als gesellschaftlichen Auftrag – Gesundheit, Nachwuchs, Inklusion und Gemeinwohl rücken stärker in den Mittelpunkt.

Mehr Unterstützung für Vereine
Zentral für die Umsetzung sind die Sportvereine. Sie sollen künftig deutlich breiter unterstützt werden – organisatorisch, finanziell und personell. Die Strategie definiert mehrere Bausteine:

  • Verein der Zukunft – mehr Service, Beratung und Begleitung
  • Qualifizierungsoffensive für Trainerinnen und Trainer
  • digitale Tools für Organisation und Mitgliederverwaltung
  • Entlastung beim Ehrenamt (von Förderrichtlinien bis Administration)
  • Ausbau des Kinder- und Jugendsports
  • stärkere Kooperationen mit Schulen, Gemeinden und Betrieben

Damit sollen Vereine nicht nur sportlich, sondern auch strukturell zukunftsfit gemacht werden.

Vereine als Gesundheitsmotor
Ein neuer Schwerpunkt liegt auf dem sogenannten Aktiv- und Gesundheitssport. Vereine sollen künftig gezielt Bewegungsangebote für Erwachsene und ältere Menschen entwickeln – und dafür auch Unterstützung erhalten.

Geplant sind unter anderem:

  • „Sport auf Rezept“ für Gesundheitsprojekte
  • Präventionsangebote in Kooperation mit dem Gesundheitssystem
  • Programme zur Aktivierung von Erwachsenen und Seniorinnen

Ehrenamt und Digitalisierung
Besonders betont die Strategie die Bedeutung des Ehrenamts. Dieses soll durch klare Prozesse, digitale Hilfsmittel und Aus- und Weiterbildungsprogramme abgesichert werden. Digitalisierung wird bewusst als Erleichterung gedacht: Von der Sportstättenplanung über Mitgliederbetreuung bis zu Förderabwicklung sollen digitale Tools mehr Zeit für den Vereinssport schaffen.

„Vereine bleiben das Rückgrat des Sports“
Für Städte wie Steyr bedeutet das vor allem eines: Mehr Unterstützung für die Vereine, bessere Infrastruktur und langfristig ein breiteres Sportangebot – vom Kinderturnen über Freizeitsport bis zu leistungsorientierten Nachwuchsprogrammen.

Das Sportressort des Landes Oberösterreich spricht von einem „starken Bekenntnis zum Verein als sozialem Ort“. Modernisierung, Nachwuchsarbeit und Ehrenamt gelten als Schlüssel, um möglichst viele Menschen für Bewegung zu begeistern.

 

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